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Holocaust und die Folgen

Abschlussfahrt der Christenlehre vom 3. bis 7. Mai

Vom 3.Mai bis zum 7. Mai waren Kinder der 6. Klasse Christenlehre unterwegs zur Abschlussfahrt. Es war auch toll, dass 2 Kinder aus Lychen mit dabei waren. Nachdem alle Genehmigungen für die 3 freien Schultage von den Schulen da waren, konnten wir am Mittwoch mit Freude starten. Unsere erste Station war das Schloss Ludwigslust. Hier hatten wir eine spannende Kinderführung, anschließend sind wir noch in die Evangelische Kirche gegangen, um das tolle Altarbild zu bewundern.
Schon bald erreichten wir dann unser "Zuhause" für die kommenden 5 Tage, das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Hitzacker. Matten wurden ausgebreitet, Schlafsäcke drauf, Tische zusammengestellt, um gemeinsam zu essen, eine Einkaufsliste geschrieben und Taschen ausgepackt. In den folgenden Tagen wollten wir uns intensiv mit dem Thema "Holocaust und die Folgen" beschäftigen. Dazu haben wir zuvor etliche Stunden der Christenlehre damit verbracht, uns mit dem Judentum zu befassen, um einen kleinen Einblick zu bekommen.
Am Donnerstag stand dann die Fahrt zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme an. Hier trafen wir am Vormittag Haim Liss aus Israel, der als Überlebender verschiedener Lager über sein Leben berichtete. Die Kinder waren zutiefst beeindruckt von diesem Gespräch. Wieder in Hitzacker haben wir gegessen und am Thema weitergearbeitet. Auch das Lesen in unserem Buch "Mama, was ist Auschwitz?" stand auf dem Programm.
Am Freitag ging es weiter und nach thematischer Arbeit fuhren wir nach Lüneburg, um Stolpersteine zu suchen und etwas über die Menschen, die Ihnen gewidmet sind, zu erfahren. Hier durfte der Stadtbummel nicht fehlen. Nach einer Stärkung in Hitzacker machten wir uns am Abend auf den Weg in die Wendlandtherme, wo wir fast die Einzigen waren und so viel Platz zum Austoben im Wasser hatten.
Für den Samstag stand dann viel thematische Arbeit, mit Film und Lesen und Selbststudium im Buch "Erzählt es euren Kindern" auf dem Tagesplan. Höhepunkt war hier der Besuch einer Welturaufführung eines Oratoriums über die ersten Christen in Syrien die in Hitzacker stattfand. Das war sehr beeindruckend. Danach gab es ein leckeres Abschlussessen beim Griechen im Ort. Dann hieß es schon fast wieder Packen. Am Sonntag ging es mit gepackten Autos zu einer 3,5 stündigen Führung in die Gedenkstätte in Neuengamme. Gestärkt, voller Eindrücke, ein bisschen müde und mit ein bisschen Wehmut, ging es dann nach Templin zurück.
Es waren viele verschiedene Aktionen, die wir gemeinsam erleben durften, die uns zu einer tollen Gruppe machten. Ich danke von ganzem Herzen Julien Busch, einem ehemaligen - inzwischen erwachsenen - Christenlehrekind für die Begleitung, Unterstützung und das Fahren meines Autos. Ich danke von ganzem Herzen den Eltern für ihr Vertrauen, ich danke von ganzem Herzen den Kindern für die schönen Tage und ihr Interesse, und ich danke von ganzem Herzen dem Kirchenkreis für die finanzielle Unterstützung. Es war einfach eine wunderbare Fahrt.

Kerstin Blümel
erstellt von Mathias Wolf am 10.05.2017, zuletzt bearbeitet am 29.08.2017
veröffentlicht unter: Neues aus der Kirchengemeinde