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Neue Ideen für die Stadtkirche
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Neue Ideen für die Stadtkirche

Die Sonntagsserenade in Velten lockt immer mehr Besucher an. Ein Artikel aus der MAZ von Ulrike Gawande

Velten. Gemütlich standen nach der Sonntagsserenade die 40 Besucher noch bei einem Gläschen Wein und einem Stück Käse in der Evangelischen Stadtkirche Velten zusammen und ließen den Sonntagabend ausklingen. Einmal im Monat bereichert dieser musikalische Abendgottesdienst seit dem Amtsantritt des neuen Veltener Pfarrers Markus Schütte das Angebot der Evangelischen Gemeinde in der Ofenstadt.
„Die Sonntagsserenade ist Klasse, es kommen Leute, die sonst nicht in die Kirche kommen“, äußerte sich Monika Tolk zufrieden. Und man habe endlich einmal Zeit, um auch miteinander ins Gespräch zu kommen, ergänzte die Veltnerin. „Der Zeitpunkt ist schön, nach einem erlebten Sonntag noch einmal in die Kirche zu gehen. Eine tolle Idee“, fand auch Liane Riebau aus Velten lobende Wort für den musikalischen Abendgottesdienst, der im Wechsel von Musik, Meditation, Kerzengebet und Segen gestaltet wird.
Die mittlerweile vierte Serenade stand am Sonntag unter dem Motto „Vertrauen“. Schütte und Leegebruchs Pfarrerin Nele Poldrack trugen dabei die biblische Geschichte von Daniel in der Löwengrube und als modernen Text die Geschichte eines Artisten auf dem Hochseil vor. Man widmete sich den Fragen: Wem vertrauen wir? Gehen wir das Risiko ein, uns jemandem anzuvertrauen? Ja, man müsse das Risiko eingehen, und versuchen zu vertrauen, so Schütte. „Das verhilft zum eigentlichen Leben.“ Vertrauen wagen, sei dabei das Credo.
Veltens Kantorin Sylvia Ohse umrahmte diese Sonntagsserenade musikalisch. Zusätzlich zu den Stücken, die gemeinsam mit den Besuchern gesungen wurden, trug Ohse mit „Wer auf Gott vertraut, der braucht sich nicht zu fürchten“ und „Meine Zeit steht in deinen Händen“ zwei stimmungsvolle Titel der Liedermacherin Hella Heinzmann vor. Ohse habe eine so schöne Stimme, begeisterte sich Rudi Engelschalt, der gemeinsam mit seiner Frau zur Sonntagsserenade gekommen war. „Eigentlich sind wir katholisch und waren morgens im Gottesdienst, aber dieser Abendgottesdienst ist mit der Menge an Musik schön und motivierend“, so der Veltener. „Man kann zuhören und mitmachen, das spricht uns an.“
Als kurzweilig, fasst Sylvia Ohse die Gottesdienstgestaltung, zusammen, die jedoch für die Pfarrer mehr Arbeit bedeute. Auch die musikalische Gestaltung wechsele. „Es ist eine andere Form des Gottesdienstes, die frei gestaltet und auch thematisch sein kann“, beschreibt Pfarrer Schütte seine Idee.„Alles ist auf deutsch, ohne lateinische Liturgie. Ich habe das Gefühl, dass es gut angenommen wird und jeder etwas mit nach Hause nimmt“, ergänzt die Kantorin.
Zum ersten Mal war Rita Kobert aus Marwitz zur Sonntagsserenade gekommen. Sie hatte davon in der Zeitung gelesen. „Mir gefällt, dass so viel Musik gemacht wird. Es ist entspannt, weil der Tag schon vorbei ist.“ Auch die Organisatoren waren zufrieden: „Schön, das sich so viele unterschiedliche Leute von der anderen Zeit und der anderen Form angesprochen fühlen.“
Die nächste Sonntagsserenade am 8.Oktober um 18 Uhr steht unter dem Motto „Tränen und Trost“. Es singt ein Projektchor.
erstellt von Mathias Wolf am 05.09.2017
veröffentlicht unter: Aktuelles aus der Kirchengemeinde