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Rob Bauer sprüht noch vor Ideen
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Rob Bauer sprüht noch vor Ideen

Nach einem Jahr als Granseer Kirchenmusiker sprüht Rob Bauer noch vor Ideen - Ein Artikel aus der MOZ von Sandra Jütte

Gransee (GZ) Vor gut einem Jahr trat der Vehlefanzer Rob Bauer die Stelle des evangelischen Kirchenmusikers in Gransee an. Seitdem hat er etwa bei der Konzertreihe der Sommermusiken neue Akzente gesetzt, aber auch Altbewährtes wie die Chorauftritte gelassen. Mit frischen Ideen startet er nun in sein zweites Jahr.

"Jetzt habe ich alles einmal gemacht und weiß, wie es besser geht", antwortet Rob - eigentlich Robert - Bauer lachend auf die Frage, wie sein erstes Jahr in Gransee gelaufen ist. Er habe stets versucht, eine gute Mischung zu finden aus dem, was die Leute hören wollen, und dem, was er gerne spiele, erklärt er weiter. "Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen." Zumindest habe ihm bis jetzt niemand gesagt, dass etwas gar nicht gefallen hat. "Vielleicht sind die Leute aber einfach höflich", mutmaßt der 40-Jährige und zeigt wieder sein schelmisches Grinsen.

Nach 15 Jahren als freischaffender Musiker trat Rob Bauer im Dezember vergangenen Jahres seine erste feste Arbeitsstelle an. Seitdem ist er jeden Sonntag in der Granseer St. Marienkirche sowie bei einem weiteren Gottesdienst von Rönnebeck bis Meseberg für die musikalische Gestaltung an der Orgel zuständig. Dabei ist das Pfeifeninstrument gar nicht sein Steckenpferd - der gebürtige Bayer studierte in Berlin Jazz-Posaune. "Das Schöne an Musik ist ja aber, dass man nie auslernt", findet Bauer. Trotz reichlich Übung an der Orgel in seiner Jugend, arbeite er momentan daran, "dass man nicht hört, dass das nicht mein Hauptfach war", gibt er zu.

Der Beruf eines Kirchenmusiker sei für ihn auch ein wenig wie ein Zehnkampf, da er eben nicht mehr ein Instrument spiele. Dennoch fühle er sich in Gransee wohl, betont der 40-Jährige.Erfahrung als Chorleiter - unter der Woche probt der Vehlefanzer etwa mit dem Gospel- oder Bläserchor der Gemeinde - brachte er schließlich schon reichlich mit, unter anderem aus Berlin oder seiner jahrelangen Tätigkeit in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt.

Nach Gransee brachte er zudem frische Impulse, etwa mit einem gemeinsamen Konzert von Saxophon und Orgel. "Die besten Ideen nutzen aber nichts, wenn einen die Leute schief angucken", weiß Bauer. Auch der Geschmack auf den Dörfern sei unterschiedlich, so fand sein Adventssingen im vergangenen Jahr kaum Anklang. "Nur in Sonnenberg war die Kirche voll. Vielleicht kann das Tradition werden."

Sowieso wolle er im kommenden Jahr mehr auf den Dörfern veranstalten. "Es müssen ja nicht immer alle nach Gransee fahren", findet der Musiker. Ab Januar plant er außerdem dienstags eine Liedbegleitungsgruppe auf der Gitarre anzubieten und auch ein Musikprojekt mit Theater-Elementen habe er im Sinn. "Ich will mich da aber nicht festlegen, sondern schauen, was die Leute anspricht."
erstellt von Mathias Wolf am 20.12.2017, zuletzt bearbeitet am 24.12.2017
veröffentlicht unter: Neues aus dem Pfarrsprengel