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Groß-Ziethener Kirche ist ein Sanierungsfall
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Groß-Ziethener Kirche ist ein Sanierungsfall

Probleme bereiten sowohl das Dach als auch die Fassade des Gotteshauses – Bauarbeiten werden nach Lage der Dinge mehr als 300?00 Euro kosten - ein Artikel aus der MAZ von Robert Tiesler

Es sei toll, in der Kirche zu stehen und die Lichteffekte im Fenster zu beobachten, wenn die Sonne reinscheint, erzählt Pfarrer Thomas Triebler.

Groß-Ziethen. Die Kirche in Groß-Ziethen ist bei Hochzeitspaaren sehr beliebt. „Es gibt Jahre, da haben wir hier 15 Trauungen“, erzählt Pfarrer Thomas Triebler. 2018 ist noch völlig offen, wann und wie dort Hochzeiten stattfinden können – dann stehen Bauarbeiten auf dem Plan. Denn die Kirche ist ein Sanierungsfall. „Man sieht es nicht auf den ersten Blick“, sagt der Pfarrer. Man müsse genauer hingucken.

So fällt der abgeschlagene Putz in den unteren Bereichen des Mauerwerkes vielleicht gar nicht so auf. „Man könnte denken, das soll so sein“, so Thomas Triebler. Aber das Mauerwerk war feucht, der Putz bröckelte – es musste was getan werden. „Ich finde das sehr erstaunlich, dass das noch nicht aufgefallen ist.“ Er wisse auch noch nicht, was daraus wird, „man überdenkt ja vieles.“ Vielleicht bleibe der Putz ja so, wenn alles saniert sei. Der Pfarrer zeigt nach vorn zum Podest. „Hier sieht man noch das Grüne, da muss noch was gemacht werden.“

Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. „Der erste umfasst vor allem Arbeiten am Dachstuhl und am Dach selbst“, sagt der Pfarrer. Das könnte 184?000?Euro kosten. Im zweiten Abschnitt, voraussichtlich 2019, ist die Fassade dran, die Feuchtigkeitsschäden sollen entfernt werden. Das kostet weitere 120?000 Euro.

Das Dach sei momentan das größte Problem. „Durch das Wasser, das oben eingedrungen ist, ist der Dachstuhl schwer beschädigt, an mehreren Stellen.“ Das müsse zügig angegangen werden, „das können wir nicht mehr auf die lange Bank schieben.“ Ansonsten könnte es sein, dass die Konstruktion nicht mehr hält und vielleicht an einer Stelle bricht. „Und dann wäre der Schaden noch größer.“ Ein bauliches Gutachten hätte die Dringlichkeit der Baumaßnahme sehr deutlich gemacht. „Die Entscheider haben jetzt gesehen, dass da was passieren muss.“

Aber wie bekommen die Groß-Ziethener 304?000 Euro zusammen? Möglich könnte das über den Staatskirchenvertrag werden, die Landeskirche sei beteiligt, der Kirchenkreis, mehrere Stiftungen und die eigene Gemeinde. Letzte müsse etwa 10?000 Euro für den ersten Abschnitt beisteuern. „Das ist machbar“, sagte Thomas Triebler. „Aber für den zweiten Abschnitt müssen wir kräftig sparen.“ Zumal es schwierig sei, zum Beispiel in Sommerfeld für Groß-Ziethen zu sammeln. Aber er ist optimistisch, dass das alles klappt.

Triebler mag die Groß-Ziethener Kirche. „Diese Höhe, die habe ich in keiner anderen Kirche im Pfarrsprengel, und ich habe hier eine Kanzel, von der ich predige, das ist für mich besonders.“ Es sei toll, an Sonntagen dort zu stehen und die Lichteffekte im Fenster zu beobachten, wenn die Sonne reinscheint. „Auch wenn hier nicht so viele Leute reinpassen, hat man hier den Eindruck von Größe.“ Der Innenraum könnte tatsächlich größer werden. So wird überlegt, die Wände unter den Seitenschiffen zu öffnen. Bei Konzerten und Trauungen sei somit mehr Platz im Innenraum. Entschieden sei aber noch nichts.
erstellt von Mathias Wolf am 06.12.2017, zuletzt bearbeitet am 20.12.2017
veröffentlicht unter: Neues aus den Kirchengemeinden