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Eine Pfarrerin für Liebenwalde
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Eine Pfarrerin für Liebenwalde

Ein Bericht aus der MOZ von Volkmar Ernst

Liebenwalde (OGA) Es wird noch eine Weile dauern, bis sie ganz und gar in Liebenwalde angekommen ist. Doch die Stadt und die Gemeinden gefallen ihr, auch die Einwohner haben sie gut auf- und angenommen. Michaela Jecht ist die neue Pfarrerin im Pfarrsprengel Liebenwalde.

Gemeinsam mit ihrem Mann Matthäus Monz teilt sie sich die Stelle - auch für sie eine ganz neue Erfahrung, wie sie sagt. Dabei lacht Michaela Jecht. Bislang wirkten beide immer in unterschiedlichen Arbeitsbereichen, teilweise sogar in anderen Städten. Nun können sie Arbeit und Haushalt miteinander verbinden.

Geboren wurde Michaela Jecht 1982 in Wippra im Südharz. "In der Nähe von Eisleben", ergänzt sie in der Annahme, dass Eisleben und der Harz wohl doch bekannter als Wippra seien. In der Schule erwarb sie die Mittlere Reife, dann folgte das Abitur mit dem Schwerpunkt Wirtschaft. "Die Alternative wäre Technik gewesen", erklärt sie die Entscheidung. Als Beruf standen zwei Möglichkeiten zur Wahl: Pfarrerin oder Industrie-Designerin. Doch mit der Immatrikulation an der Universität in Halle an der Saale entschied sich Michael Jecht dann doch für die Theologie.

Obwohl: So ganz direkt war die Entscheidung nicht. Zuerst liebäugelte sie noch mit dem Lehramt Deutsch/Theologie. Noch lieber wäre ihr die Psycho-Linguistik gewesen, wenn es eine solche Studienmöglichkeit in Deutschland gegeben hätte. Da das nicht der Fall war, schwenkte sie sozusagen auf Theologie um. In Halle lernte Michaela Jecht während des Studiums auch ihren Mann kennen. Das war 2005.

Nach dem Ende des Studiums im Sommer 2010 schloss sie sich ein Jahr lang Regionalbischof Martin Herche an, für den sie sozusagen das Büro managte. Gleichzeitig übernahm sie im Kirchenkreis Merseburg verschiedene Aufgaben und absolvierte eine seelsorgerische Ausbildung.

Gemeinsam mit ihrem Mann wechselte sie ein Jahr später in die brandenburgische Landeskirche, wo sich für beide das Vikariat anschloss - für Matthäus Monz in Oranienburg und für sie in Leegebruch. Nach weiteren zweieinhalb Jahren konnte Michaela Jecht dann ihre erste Pfarrstelle in der Altstadt von Hoyerswerda antreten, derweil ihr Mann einige Kilometer entfernt im Dienst war. Insofern suchten beide nach einer Möglichkeit, Arbeit und Privatleben an einem Ort unter einem Dach zusammenführen zu können. In Liebenwalde scheint das möglich zu werden, allerdings lediglich dadurch, dass sie sich die eine Pfarrstelle teilen.

Michaela Jecht betreut die Kirchengemeinden in Liebenwalde/Kreuzbruch, Hammer und Liebenthal, Monz die in Neuholland, Wensickendorf und Zehlendorf. "Wir haben die Teilung vorgenommen, damit die Menschen vor Ort einen Ansprechpartner haben", erklärt die Pfarrerin. Das bezieht sich vor allem auf die administrativen Aufgaben, wenn es um den Haushalt, Bauangelegenheiten oder eben die Organisation von Hochzeiten oder Sterbefällen geht.

Gemeinsam werden sie den Konfirmandenunterricht leiten sowie Angebote für das Gemeindeleben erarbeiten und anbieten - vorerst für die nächsten zehn Jahre, denn diesen Zeitraum umfasst die Stelle.
erstellt von Mathias Wolf am 16.01.2018, zuletzt bearbeitet am 17.01.2018
veröffentlicht unter: Aktuelles aus dem Pfarrsprengel