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Das Fest der Emotionen
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Das Fest der Emotionen

Pfarrer Friedemann Humburg plant eine Überraschung für den 17-Uhr-Gottesdienst - ein Artikel aus der MAZ von Juliane Weser

Morgen feiern wir Heiligabend. In den vergangenen Tagen und Wochen liefen die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren. Jede Familie hat ihre ganz eigene Vorstellung davon, wie sie dieses Fest zelebrieren möchten. Für Pfarrer Friedemann Humburg ist es neben all der Feierlichkeit auch ein Arbeitstag. In der Evangelischen St.-Nicolai-Kirche finden morgen die Gottesdienste um 15 Uhr, 17 Uhr und um 22.30 Uhr statt.

Friedemann Humburg zeichnet für die beiden letzten verantwortlich. Tradition ist es eigentlich, dass um 17 Uhr die Junge Gemeinde ihr Krippenspiel aufführt. Doch in diesem Jahr hält der Pfarrer für seine Gemeinde eine Überraschung parat: „Ich möchte es einfach nicht vorab verraten, sonst ist der Überraschungseffekt verflogen.“ Um 22.30 Uhr gibt es dann die abendliche Andacht, „das ist die ruhigste“. Dieser Gottesdienst liegt dem Pfarrer sehr am Herzen, da die Menschen nach all dem Stress, dem Essen und der Geschenkevergabe in der Kirche ihre Ruhe finden. Der Chor wird am Abend vor Ort sein und Friedemann Humburg wird das Thema Lichtsymbolik aufgreifen. Morgen wird die Kirche im Herzen Oranienburgs gut besucht sein. An anderen Tagen ist das nicht immer so, wie Friedemann Humburg weiß. Den Grund dafür sieht der Pfarrer darin, dass Weihnachten das einzige Fest ist, das erlebbar ist: „Wir müssen zugeben, dass wir verlernt haben, die Sprache der Menschen zu sprechen und wir müssen uns eingestehen, dass wir uns vielleicht ein wenig von den Menschen entfernt haben.“ Für die Zukunft will Humburg das versuchen zu ändern.

Bei einem ist sich der Pfarrer der St.-Nicolai-Kirche nämlich sicher: „Die Sehnsucht zu glauben, Gott zu erfahren, die ist nach wie vor da bei den Menschen und es liegt an uns daran anzuknüpfen.“ Weihnachten sei zudem ein Fest, so der Pfarrer, das bei uns enorme Emotionen auslöst: „Wir riechen, schmecken, sehen und spüren die Wärme der Kerzen und erinnern uns auch an früher. Weihnachten wird so erfahrbar.“ Friedemann Humburg sagt aber auch: „Früher, als Kind, da war Weihnachten so geheimnisvoll und spannend und wenn man irgendwann selbst ein Erwachsener ist, dann geht dieser Zauber irgendwie verloren und so manch einer wünscht sich die Zeit zurück, deswegen ist es so emotional.“
erstellt von Mathias Wolf am 24.12.2017, zuletzt bearbeitet am 05.03.2018
veröffentlicht unter: Neues aus dem Pfarrsprengel