Start Willkommen im Kirchenkreis Blog: Gedanken einer Dorfpfarrerin 
18: Willkommen im Club! Was eine Landpfarrerin einer ehrenamtlichen Land-Feuerwehr zu sagen hat
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18: Willkommen im Club! Was eine Landpfarrerin einer ehrenamtlichen Land-Feuerwehr zu sagen hat

Oktober 2016

20 Prozent Mitgliederverlust in den letzten 5 Jahren. Je weiter weg von Berlin, desto höher die Prozentzahl. Im Speckgürtel dagegen heißt es: Wir wachsen so schnell, dass wir die neuen Mitglieder kaum noch betreuen können.

Nein, diesmal rede ich nicht von der Kirche, sondern von der Freiwilligen Feuerwehr. Die Nachricht stand vergangene Woche in unserer Lokalzeitung.
Und ich gestehe, dass meine Gefühle zwiespältig waren beim Lesen dieser Nachricht. Das erste Gefühl, ganz ehrlich? Siehste, es liegt nicht an uns, dass wir in der Kirche immer weniger werden, es ist...
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erstellt von Mathias Wolf am 13.10.2016, zuletzt bearbeitet am 14.10.2016
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17: Von
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17: Von klugen und weniger klugen Menschen

Juni 2016

Ein echter Vorteil meines Berufes als Landpfarrerin ist die Vielfalt der Menschen, mit denen ich ins Gespräch komme.
Da ist die promovierte Informatikerin aus Amerika, die sich im Sommer in unserer Kirche trauen lässt, der prominente Manager, der hier regelmäßig unerkannt Urlaub macht, meine alten weisen Landfrauen in den Dörfern, die inhaftierten Männer in Wulkow, mit denen ich regelmäßig spreche, die Künstler und Musikerinnen, die im Sommer in unseren Kirchen auftreten – unterschiedlicher geht’s nicht.
Immer wieder werde ich überrascht und alle meine Klischees...
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erstellt von Mathias Wolf am 04.06.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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16: Urlaub im Pfarrhaus
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16: Urlaub im Pfarrhaus

April 2016

In den dreißiger Jahren war der Umgang miteinander noch viel stärker als heute von körperlicher und psychischer Gewalt geprägt, nicht nur in der Politik, auch im Privaten. Erziehung bestand darin, den Willen des Kindes zu brechen und Zucht und Ordnung herzustellen. Kinder wurden wegen der geringsten „Vergehen“ mit Gürteln und Stöcken geschlagen.
So erlebte es die kleine Jutta Harder auch zu Hause in Fehrbellin. In ihrem Buch „Der verlorene Apfelbaum“ beschreibt sie die emotionale Kälte und die alltägliche Gewalt, die ihr nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule...
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erstellt von Mathias Wolf am 03.05.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Blog: Gedanken einer Dorfpfarrerin
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Vorbemerkung zu den Texten

Liebe Leserinnen und Leser, ich bin evangelische Pfarrerin für 7 Dörfer im Norden Brandenburgs. Es ist der vielseitigste Beruf, den man sich denken kann. Ich begegne Menschen aus allen Schichten und in allen Lebenslagen.
Bei Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen lassen mich die Familien Anteil haben an ihrem Leben. Das ist sehr bewegend.
Wunderbares, Weises und manchmal auch Kurioses erlebe ich dabei. Und einmal im Monat möchte ich Ihnen davon erzählen.
Alle Geschichten und Personen, von denen ich erzähle, sind „ausgedacht“ Das heißt, ich verändere meine Erlebnisse und Erfahrungen so, dass sie niemanden zugeordnet werden können. Ich will ja keine Geheimnisse ausplaudern. Aber jede Geschichte und Person hat einen realen Hintergrund.
Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen.
Beate Wolf

(Erstveröffentlichung jeweils in der "Märkischen Allgemeinen Zeitung)
erstellt von Mathias Wolf am 04.03.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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15: Karfreitag - Ostern
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15: Karfreitag - Ostern

März 2016

Misstrauisch hört die Mutter ihrem Sohn zu. „Alles toll, alles prima!“
Wenn er schon so anfängt… was verschweigt er denn schon wieder? Da ist doch irgendwas!
Misstrauisch hören die Trauergäste der Pfarrerin am Grabe zu. „Der Verstorbene war ein ganz wundervoller Mensch, immer freundlich, es gab nie Streit in der Ehe!“ Aber die Tochter hat jahrelang mit ihm nicht geredet, das haben doch alle gewusst. Die haben der Pfarrerin doch was verschwiegen!
Misstrauisch lesen die Bürger die neuesten Nachrichten über den Flughafen BER. „Wir haben alles im Griff, es...
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erstellt von Mathias Wolf am 24.03.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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14: Heimweh!
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14: Heimweh!

März 2016

Heimweh! Was für ein wunderschönes deutsches Wort. Und was für ein Schmerz!
Ich habe als Kind Heimweh gehabt, in jedem Ferienlager. Ich wollte immer nur nach Hause. Nicht in unsere kleine Wohnung im Berliner Hinterhof, wo keine Sonne hinkam. Sondern zu meinen vier wilden Brüdern, mit denen ich sofort wieder gestritten habe, Sehnsucht nach „Vaddan“, auch wenn er oft schimpfte, Sehnsucht nach „Muddan“, vor allem nach ihr.
Heute reise ich viel und wenn ich mit Mann oder Söhnen unterwegs bin, ist alles gut. Fast alles. In der persischen Wüste Dasht e Lut hat es mich...
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erstellt von Mathias Wolf am 07.03.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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13: Die alten Omchen
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13: Die alten Omchen

Februar 2016

Es gibt einen Begriff, der manchmal so unbedacht verwendet wird, dass es mich jedes Mal zusammenzucken lässt: Die „alten Omchen“. Damit sind alte Frauen gemeint.
Der Begriff klingt so niedlich und ist gerade deswegen so herablassend.
Alte Frauen sind für die Kirche auf dem Lande die wichtigste Stütze. Und ich sage ganz bewusst nicht „Ältere Damen“, wie es heute so oft heißt. Wieso „Ältere“? Älter als ich? Älter als du? Bin ich, bist du der Maßstab der Dinge?
Und Damen klingt irgendwie abgehoben. Es sind Frauen! Das ist ein würdevoller Begriff.
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erstellt von Mathias Wolf am 29.01.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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12: Ein neues Jahr hat begonnen
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12: Ein neues Jahr hat begonnen

Januar 2016

Puh, der ganze Trubel ist vorbei! Die Jahresrückblicke landen im Papierkorb direkt neben den Horoskopen und dem Zettel mit den guten Vorsätzen.
Ich räume die Kiste mit den Krippenspiel-Kostümen rüber in die Kirche, wo sie trocken und sicher im Turmraum gelagert wird.
Es ist ein klarer Vormittag und sehr kalt in der leeren Kirche.
Noch vor wenigen Tagen war hier alles von Kerzen erleuchtet, ein „Ah“ und „Oh“ kam von den Kindern, die Orgel spielte, Posaunen erklangen, ein spontaner Applaus nach der Predigt. Ein Zauber, wie er nur in der Heiligen Nacht...
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erstellt von Mathias Wolf am 18.01.2016, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Verkündigung. armenisch-apostolische Vank-Kathedrale Isfahan
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11: Weihnachten im Iran

November 2015

Im Oktober habe ich mit meinem Mann den Iran besucht. Die Menschen dort sind uns mit großer Herzlichkeit begegnet, haben uns auf offener Straße angesprochen und gefragt, wie uns der Iran gefällt.
Nun ist der Iran keine Demokratie. Gerade Frauen leiden unter absurden Verboten. Jede Frau muss Kopftuch und einen langen Mantel tragen auch bei größter Hitze und in geschlossenen Räumen. Sie kann, wenn sie ohne Kopftuch auf die Straße geht, laut Gesetz mit 74 Peitschenhieben bestraft werden. Peitschenhiebe gibt es auch, wenn eine Frau einem nichtverwandten Mann die Hand gibt, sich im...
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erstellt von Mathias Wolf am 16.12.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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10: Halloween und Reformationstag
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10: Halloween und Reformationstag

Oktober 2015

Mitte der 90-ger Jahre, hatten wir im Fernsehen zum ersten Mal etwas über Halloween gesehen: Meine Freundin und ich waren die beiden einzigen Mütter mit kleinen Kindern in unserem winzigen Dorf mit knapp 50 Einwohnern und wollten das auch mal probieren. Vielleicht würde es lustig.
Wurde es aber nicht! Mein Söhnchen begann beim Anblick des Gespensterkostüms zu weinen, seine kleine Freundin rannte weg, weil ein Hund hinter dem Hoftor bellte, als wir an der ersten Haustür klingelten.
Meine Freundin und ich haben gelacht und die Sache abgehakt. Wir haben uns damals gar nichts...
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erstellt von Mathias Wolf am 28.10.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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9: Erntedank
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9: Erntedank

Oktober 2015

In diesen Wochen feiern die Gemeinden unseres Landkreises Erntedankfeste.
In den traditionellen Gottesdiensten mit den bunt geschmückten Altären spielen die Bläserchöre „Großer Gott wir loben dich“, das allein wäre schon ein Grund, den Gottesdienst zu besuchen.
Und natürlich bemühen wir Pfarrerinnen und Pfarrer uns, in der Predigt möglichst aktuell zu sein und keinen aus dem Blick zu verlieren. So kann es dann passieren, dass zunächst die Flüchtlingskrise angesprochen wird und alle Gottesdienstbesucher aufgefordert werden, zu helfen. Dann darf man natürlich nicht...
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erstellt von Mathias Wolf am 05.10.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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8: Ich bin nicht fürs Wetter verantwortlich
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8: Ich bin nicht fürs Wetter verantwortlich

September 2015

Nach einem wundervollen Sommerkonzert in unserer vollbesetzten Kirche sitze ich mit den Musikern und Gästen zusammen im Pfarrgarten am Feuer. Es ist ein warmer Sommerabend, der Wein schmeckt köstlich, wir sind angenehm entspannt. Wir erzählen von unseren Familien, aus unseren Heimatorten und vom letzten Urlaub.
„Wisst ihr, dass ich mich im Urlaub nur ganz selten traue, meinen Beruf zu nennen?“ frage ich in die Runde. Ratloses Schulterzucken.
„Naja, wenn ich sage, dass ich Pfarrerin bin, kommt entweder die dämliche Frage: ‚Katholisch oder evangelisch? ‘. Oder ich...
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erstellt von Mathias Wolf am 31.08.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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7: Sommerzeit, Urlaubszeit
Foto: privat
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7: Sommerzeit, Urlaubszeit

August 2015

Die einen liegen am Strand mit einem Cocktail in der Hand, die anderen lassen sich verwöhnen auf einem herrlichen Kreuzfahrtschiff, wieder andere ziehen begeistert von einem Museum zum anderen.
Doch egal, was du tust, irgendwann wird selbst der schönste Strand langweilig und nach 5 Stunden Nationalgalerie läufst du selbst an Rubens ziemlich müde vorbei.
Und die Gattin sagt seufzend zum Ehemann: „Och, nicht heute abend schon wieder Kapitänsdinner!“
Mich hat das immer ziemlich irritiert. Wieso ist das, wovon du das ganze Jahr geträumt hast und wofür du viel Geld...
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erstellt von Mathias Wolf am 03.08.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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6: Brandenburger Kargheit
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6: Brandenburger Kargheit

Juni 2015

Völlig verschwitzt lasse ich mich auf den Korbsessel fallen. Meine Freundin und ich haben eine wunderschöne Radtour hinter uns und sind in einer kleinen märkischen Gaststätte eingekehrt.
Nach einer Weile kommt die Kellnerin und blickt auf mich herunter. „Durst, wa?“ Ich grinse. „Die größte Brause. Für jede von uns!“ Sie kuckt mich weiterhin wartend an.
„Ham Se Brathering?“ Sie nickt wortlos. Ich nicke auch. Damit ist mein Bestellvorgang abgeschlossen. Meine süddeutsche Freundin ist mit der kargen Konversation völlig überfordert. „Für meene Freundin wat...
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erstellt von Mathias Wolf am 25.06.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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5: Zugezogen

Mai 2015

Sie war 89 Jahre alt. Ich segnete sie und drückte ihr dann den Blumenstrauß zum Geburtstag in die Hand mit den Worten: „Nun sind Sie die älteste Ritzkowerin!“.
Und plötzlich merkte ich, dass ich was Falsches gesagt hatte. Sie verzog schmerzhaft ihr Gesicht und sagte: „Ich bin keine Ritzkowerin!“. Auf meinen hilflosen Gesichtsausdruck hin seufzte sie.
Sie erzählte mir die Geschichte ihrer Flucht, wie sie hier schließlich strandete, die harten Anfangsjahre. Wie die Ritzkower sie und ihre kleine Tochter ablehnten als „Polackin“, wie man sie verdächtigte, etwas...
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erstellt von Mathias Wolf am 08.06.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Der Garten Eden
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4: Der Garten Eden

April 2015

Endlich! Die ersten niederländischen Gesprächsfetzen dringen an mein Ohr. Die Holländerinnen sind eingetroffen. Und schon wird mein erstes Vorurteil widerlegt: Linda ist dunkelhäutig mit brasilianischen Wurzeln. Melina dagegen entspricht schon mehr meinem Klischee einer Holländerin. Lachend umarmen mich die Mädchen und nehmen ihr Zimmer in Beschlag.
Kurz darauf trifft Edgar aus London ein, er hat nigerianische Wurzeln
Für die Zeit zwischen Gründonnerstag und Ostermontag verwandelt sich unser Pfarrhaus in ein Kloster nach dem Vorbild von Taizé. Junge Menschen aus vier...
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erstellt von Mathias Wolf am 07.05.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Passionszeit - auf Vorurteile fasten
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3: Passionszeit - auf Vorurteile fasten

März 2015

Eine seltsame Zeit geht langsam zu Ende: Die Passionszeit, die Fastenzeit.
Für die meisten Menschen existiert sie gar nicht.
Aber ich spüre mit zunehmenden Alter, wie wichtig es mir ist, mein Leben in verschiedene Abschnitte zu teilen und nicht einen Tag wie den anderen zu leben. So vermeide ich den immer gleichen Trott.
Die Passionszeit beginnt am Aschermittwoch. Traditionell räume ich meine kleine, aber feine Whisky-Sammlung in den hintersten Schrank. Das ist sozusagen das Start-Signal.
Während der nächsten Wochen gibt es keinen Alkohol, keine Schokolade...
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erstellt von Mathias Wolf am 30.03.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Diese Kinder...!
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2: „Frowoholf?“ (ins Hochdeutsche übersetzt „Frau Wolf!“)

März 2015

Ich höre meinen Namen, der mit drei O ausgesprochen wird, unzählige Male an diesem Wochenende. Mal fordernd, mal schüchtern. 27 Kinder und zwei Pädagoginnen und ich verbringen drei Tage zum Thema „Respekt und Achtung vor Menschen mit Behinderungen“.
Die Kinder lernen, sich blind zu bewegen und Blinden weiterzuhelfen, sie erfahren, was es heißt, im Rollstuhl zu sitzen oder nicht hören zu können. Ich erzähle von Jesus, zu dem viele Blinde, Taubstumme oder Gelähmte kamen, um sich heilen zu lassen. Und immer hat Jesus zuerst den Kranken gefragt: „Was willst du, dass ich für...
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erstellt von Mathias Wolf am 04.03.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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Samariter
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1: Fremde

Februar 2015

Nach einem Sonntagsgottesdienst höre ich, wie drei Frauen beim Aufräumen der Kirche sich unterhalten.
„Also das mit den Asylbewerbern wird wirklich zu viel. Da kommen ja immer mehr. Und man kriegt ja bald Angst, nachts allein durch die Straßen zu laufen. In meiner Nachbarschaft will ich die nicht haben!“
Reflexartig hole ich Luft und will die Frauen belehren, dass das doch alles Quatsch sei. Da hält mir Gott selbst in Form meines Gewissens den Mund zu. Ich kenne die wunderbaren 70 jährigen, die Seelen der Gemeinde, freundliche und lebenserfahrene Frauen. Sie sind...
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erstellt von Mathias Wolf am 04.03.2015, zuletzt bearbeitet am 13.10.2016
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