Start Willkommen im Kirchenkreis Artikel: Ostern - die Hoffnung lebt
Ostern - die Hoffnung lebt
Foto: privat
Bildrechte: privat

Ostern - die Hoffnung lebt

Andacht von Uwe Simon, Superintendent des Kirchenkreises Oberes Havelland

Eben haben sie noch ganz vertraut um den Tisch herum gesessen, erzählt und gefeiert So konnten sie für einen kurzen Augenblick den nahen Tod vergessen und sich an die vielen Dinge erinnern, die sie miteinander erlebt haben.
Denn wenig später war er tot. Das kam nicht wirklich plötzlich und unerwartet, aber mit brutaler Härte. Wir versuchen ja loszulassen, aber wenn der Tod kommt, sind wir meist nicht vorbereitet.
Dann bleiben nur die Erinnerungen an die letzten Stunden und gemeinsamen Zeiten und das Grab als ein Ort zum Trauern. Es braucht für alle im Leben Raum und Zeit für die Erinnerungen, in denen wir uns über die Grenzen des Abschiedes hinweg und in der Trauer verbunden fühlen. Es braucht einen Ort, den wir aufsuchen können, wenn der Tod ins Leben eingegriffen hat.
So war es auch bei den Jüngerinnen und Jüngern Jesu – damals als sie am Abendmahlstisch zusammensaßen und Passah feierten, als sie hilflos unter dem Kreuz das Sterben mitansehen mussten und auch als die Frauen am Ostermorgen zum Grab gehen wollten, in das man Jesus gelegt hatte. Für all diese Momente gibt es einen Tag in der Karwoche: Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag. Aber das allein viel zu wenig. Damit kann ich nicht leben und getrost sterben.
Und so kommt der Ostermorgen: Etwas Neues, Unvorstellbares fängt an. Über das leere Grab waren die Frauen und die Männer erschrocken. Aber bei jeder Begegnung mit dem Auferstandenen begriffen sie mehr, dass Gott sich nicht aus dem Weg räumen lässt, dass der Tod nicht so eindeutig mächtig ist, wie er vorgibt. Und dass es Grund zur Hoffnung gibt: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ singt die Gemeinde an jedem Ostermorgen in den Kirchen, aber auch an den Gräbern. Denn die Hoffnung stirbt nicht, sie lebt. Gott hat für das Leben ein Zeichen gesetzt. Erinnern, Abschiednehmen und Begraben hat seine Zeit, aber auch die Auferstehung und damit die Hoffnung haben ihre Zeit: Ostern. Wolf Biermann sagt: die Auferstehung ist die härteste Währung auf dem Markt der Hoffnung. Setzen wir sie ein gegen die Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit von Gewalt, Hass und Lieblosigkeit, die uns umgibt. Das ist das Mindeste. Die Hoffnung braucht auch ihren Raum und ihre Zeit. Deshalb wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes und hoffnungsvolles Osterfest
Ihr
Uwe Simon, Superintendent des Kirchenkreises Oberes Havelland


erstellt von Mathias Wolf am 16.04.2017, zuletzt bearbeitet am 21.04.2017
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv

Lektoren-Treffen zum Thema Abendmahl
Foto: m wolf
Bildrechte: m wolf
Lektoren-Treffen am Freitag, dem 16. Februar 2018, 18:00 Uhr, Superintendentur
Wir grüßen Sie mit dem Monatsspruch, für Februar 2018 Deuteronomium 30,14: „Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust“.

Gottes Wort...
alles lesen
KircheMobil
Foto: A. Domke
Bildrechte: A. Domke
Seit dem 01.10.2017 gibt es im Pfarrsprengel Zehdenick/Mildenberg die Projektstelle KircheMobil. Mit diesem Projekt wird versucht, in den kleinen, ländlichen Gemeinden des Pfarrsprengels und darüber...
alles lesen
am 17. Februar 2018 von 13 - 17 Uhr lädt das Wichern-Kolleg im Evangelischen Johannesstift in Berlin wieder zum Infotag
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

wir wenden uns an Sie mit der Bitte folgende Information in Ihrem Kirchenkreis zu veröffentlichen, bzw. mit den...
alles lesen
hochgeladen am: 14.01.2018
hochgeladen von: Mathias Wolf
Dateigröße: 631.75 kB
FEB
19
Kirche im Gespräch: Im Land der tausend Pagoden -... alles lesen
Mo, 19.02.2018, 19:30
Evangelisches Gemeindehaus Templin, 17268 Templin, Martin-Luther-Straße 7
FEB
26
Kirche im Gespräch: Der Weltzukunftsrat - Stimme... alles lesen
Mo, 26.02.2018, 19:30
Evangelisches Gemeindehaus Templin, 17268 Templin, Martin-Luther-Straße 7
MRZ
05
Kirche im Gespräch: Rück- und Zuwanderung in die DDR
mit Dr. Maria Nooke und Herlind Kasner
Mo, 05.03.2018, 19:30
Evangelisches Gemeindehaus Templin, 17268 Templin, Martin-Luther-Straße 7
nach Informationen der Kreiskatechetin Ulrike Gartenschläger
Kreiskirchentag des Kirchenkreises Oberes Havelland in Gransee zur 500-Jahrfeier der Reformation