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Ein Moment der Stille

Mitarbeiterkonvent in Meseberg

In der Adventszeit sollte man immer mal einen Moment der Stille finden, wo man sich nicht der Hektik des Alltags hingibt, wo man Kerzenschein, vielleicht eine gute Musik, gutes Essen, ein paar gute Gespräche genießt.
So oder so ähnlich predigen die protestantischen PfarrerInnen es dieser Tage von ihren Kanzeln.
Der Superintendent Uwe Simon nahm die Schwestern und Brüder beim Wort und lud sie gemeinsam mit allen Mitarbeitenden und Prädikanten zu einer Andacht und einem anschließenden Essen nach Meseberg ein.
„Unverschämt, das Geld könnte ja nun wirklich besser angelegt werden!“ schimpfte der eine.
„Keine Zeit, keine Zeit!“ jammerte die andere.
Nicht alle folgten also dieser Einladung ihres Superintendenten.
Und die, die kamen hatten erstmal Mühe, in der sanierten Kirche von Meseberg zur Ruhe zu kommen.
Pfarrer Ziemann ließ seine KollegInnen abwechselnd singen und zuhören, gab ihnen mit seinen Worten Bilder, die geträumt oder kritisiert werden konnten, die sie aber letztlich langsam aus dem Stress hinausführten hin zur Gemeinschaft.
Der Schlosswirt hatte in gewohnter Spitzenqualität einen Raum vorbereitet, wo die Gäste in kleineren Runden beieinander sitzen konnten.
Vielleicht war es dieses Ambiente, dezent, zurückhaltend geschmückt und doch edel. Auf alle Fälle war es auch das Essen, einheimische Zutaten, raffiniert verarbeitet, das die Mitarbeitenden des Kirchenkreises sichtbar zur Entspannung brachte. Gab es vorher noch Bemerkungen wie „Ich bleib nur ganz kurz, ich muss gleich wieder los!“ und drehten sich anfangs noch die Gespräche um Diensttermine und Verabredungen, so entwickelte sich langsam aber sicher eine wunderschöne Atmosphäre.
Ob Helene Fischer mal im Gottesdienst gespielt werden solle? Mehrere KollegInnen gestanden beim Salat, wie gern sie mal ihre Lieblingsmusik einbauen würden, aber sich nicht richtig trauten.
Am anderen Tisch wurde über die Schwierigkeit debattiert, einen großen Adventskranz aus Naturmaterialien so auf dem Frühstückstisch zu drapieren, dass nicht ständig Tannennadeln im Honig landeten. Es wurde gelacht und gewundert.
Die Eiligen und die Drängler bestellten noch ein Glas Wein.
Ein schöner Abend.
Ein beruhigender Abend.
Ein kluger Abend.
So mancher gute Gedanke wird noch in die Predigten nachwirken.
Dem Superintendenten Uwe Simon sei Dank, dass er auch gegen Widerstand die KollegInnen beim Wort genommen hat, eine „Auszeit“ zu nehmen, Tobias Ziemann sei Dank für seine ruhige Einstimmung und nicht zuletzt dem Team des Schlosswirtes sei Dank, das uns einen ganz eigenen Zauber beschert hat.
Marzipan-Kartoffelsüppchen! Hier passt zusammen, was vorher nicht zusammen gedacht wurde.
Beate Wolf
erstellt von Mathias Wolf am 10.12.2015, zuletzt bearbeitet am 22.09.2017
veröffentlicht unter: Neuigkeiten aus dem Kirchenkreis