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Imposanter Gottesdienst: 500 Gäste kommen zum Fest
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Imposanter Gottesdienst: 500 Gäste kommen zum Fest

500 Jahre Reformation werden in Gransee gefeiert - Leute aus dem gesamten Kirchenkreis Oberes Havelland dabei. Ein Bericht von Stefan Blumberg

Gransee. Mit einem imposanten Gottesdienst feierten Mitglieder des Evangelischen Kirchenkreises Oberes Havelland gestern auf ihrem Kreiskirchentag „500 Jahre Reformation“. Der Granseer Pfarrer Christian Guth war völlig baff ob des enormen Zuspruchs der Besucher. „Mit so vielen Leuten hatten wir nicht annähernd gerechnet. Es waren fast 500 Besucher in der Kirche. Phänomenal. Sie kamen aus dem ganzen Kirchenkreis.“ Die Plätze auf der Empore waren alle besetzt, Bänke mussten herbeigeschafft werden, etliche Gäste standen während des knapp 90 Minuten dauernden Festgottesdienstes. Superintendent Uwe Simon sagte eingangs seiner Predigt von der Kanzel: „Wenn Sie sehen würden, was ich sehe. Es ist wunderbar, wenn eine Kirche aus allen Nähten platzt.“

In seiner Predigt drehte sich selbstredend alles um Luthers reformatorische Botschaft und auch um die Stimmen der Kritiker, die unter anderem die Aufbruchstimmung unter den Evangelisten im Jubiläumsjahr oder die Bereitschaft, sich der Krise zu stellen, vermissten. „Wir dürfen uns den Blick aufs Ganze nicht länger verstellen lassen durch den Dampf der Illusionen“, sagte er zu den Gästen. In seiner Predigt habe Uwe Simon diesen Dampf vertrieben. „Und ich bin am Ende des Festes beeindruckt von der grandiosen Aktualität der reformatorischen Themen und der Botschaft.“ Die Christen hätten sich darin bestärken lassen, dass sie sich nicht aus der Welt zurückziehen dürften, sondern ihren Glauben im Alltag der Welt leben müssten. Der Glaube an Christus gebe dem Leben Halt, „unser Gott ist eine feste Burg“.

Der Jubiläumsgottesdienst wurde mit Liedern und Musik „angereichert“, die sich an der Luther-Zeit orientierten. „Die Lieder waren lang, so wird heute nicht mehr gesungen“, sagte Anke Wiezorrek aus Bärenklau. Auch der Kremmener Pfarrer Thomas Triebler sah das so: „Es wurden damals alle Strophen gesungen. Das ist heute ungewöhnlich; auch die Melodien und der Rhythmus waren anders.“ Ein großes Lob erhielt der Posaunenchor, der sich aus Musikern der acht Chöre im Kreis zusammensetzte. Rob Bauer, Kirchenmusiker in Gransee: „Wir haben zweimal gemeinsam in Gransee geprobt. Dann musste es klappen. Und es hat geklappt.“

Die Kinder trugen zum Ende des Gottesdienstes ein Lied vor, das das 95-Thesen-Jubiläum nicht treffender beschreiben konnte: „Es war ein großer Moment in der Geschichte der Welt.“
erstellt von Mathias Wolf am 01.11.2017, zuletzt bearbeitet am 08.11.2017
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