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Einmal Buddhismus und zurück

Einmal Buddhismus und zurück

Ein Bericht aus der Gransee-Zeitung von Marco Winkler

Menz (win) Drei Wochen verbrachten die Pfarrer Mathias und Beate Wolf aus Menz in Thailand. Von der fremden Kultur in der Ferne, Buddhas Präsenz und einer abenteuerlichen Trekkingtour berichteten sie am Freitag vor begeistertem Publikum.
Termitenhügel am Wegesrand: Reiseführer Mister Prasin begleitete die Trekkingtour durch das Hochland.

Die Plätze reichten nicht aus. Der Gemeinschaftsraum im Pfarrhaus platze aus allen Nähten. Stühle mussten herangeschafft werden. Mit so viel Andrang hatten die Wolfs nicht gerechnet. Sie alle kamen, um Urlaubsgeschichten unter dem Motto "Mit Buddha über Stock und Stein" zu lauschen. Am 26. Januar 2012 flogen sie von Berlin aus los. Sie reisten über Abu Dhabi nach Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Sie blieben in der Metropole jedoch nur eine Nacht. Es ging nach kurzem Erholungsschlaf sofort weiter in die nördliche Provinz und gleichnamige Stadt Chiang Mai. Dort erwarte das Paar goldener Prunk in Form von pompösen Tempeln und prächtigen Buddha-Statuen. "Man steht völlig erschlagen in so einem Tempel", berichtete Mathias Wolf den Besuchern. Die Eindrücke mannigfaltig, das Gesehene bunt und beeindruckend.

Etwa 95 Prozent der Bevölkerung sei buddhistisch, erzählte Wolf. Kein Wunder also, dass sie ihre Gottheit verehren. Sogar die Mönche und Priester werden geehrt.

Trotz aller Religion, hält die Moderne längst Einzug in die konstitutionelle Monarchie des Landes mit fast 70 Millionen Einwohnern. In Chiang Mai wurden die Pfarrer Zeugen eines Festes. Bunte Gewänder - meist orange. Es war ein Klosterschulfest. "Dort treffen sich verschiedene Schulen und sammeln Spenden", so Wolf. Bezeichnend: die Handys am Ohr und in der Hand. Verzicht ja, aber nicht auf Kommunikation.

Zur Belustigung ihrer selbst sowie der Gäste der Reisereportage erwähnte Mathias Wolf eine technische Errungenschaft aus Japan, die es nach Thailand in ihr Hotel geschafft hatte: eine technisierte Toilette. Die Spül-Melodie kann eingestellt, eine Po-Reinigung aktiviert und die Wassertemperatur fürs integrierte Bidet reguliert werden. Selbst eine Sitzheizung hat das Teil. Vor dem Gang aufs stille Örtchen steht jedoch etwas anderes an: Essen. Die Wolfs erzählten, dass sie in Thailand gut gespeist hätten. Ob Gekochtes von ihren Reiseführern oder Köstlichkeiten auf kleinen Marktständen. "Es war alles frisch und absolut lecker. Wir haben uns keine Magenverstimmung geholt", betonte Mathias Wolf.

Doch nicht nur die Stadt Chiang Mai besichtigen sie. Ein Abenteuer stand an: fünf Tage Trekkingtour durch die Berge Nordthailands. Ihr Reiseführer, der sich als Mister Prasin vorstellte, zeigte ihnen gleich zu Beginn einen Termitenhügel. Größere Tiere bekamen sie im Anschluss zu sehen. Ihre Schlafgemächer während der Tour vorbei an überfluteten Reisfeldern und Wasserbüffeln waren bescheiden, aber ausreichend. Nur den Schlafsack hatten sie vergessen. Eine Nacht wurde es sehr kalt. Da half es nur, sich aneinander zu kuscheln und mit muffigen Decken warm zu halten. "Aber wir haben es ja so gewollt, wir wollten das Abenteuer", so Mathias Wolf.

Beate Wolf hatte sich riesig auf dieses Abenteuer gefreut. Doch waren ihre Erwartungen so hoch, dass sie befürchtete, sie könnten enttäuscht werden. "Aber das war nicht der Fall", erzählte sie. Das Gegenteil trat ein. "Alles, was ich mir vorstellte, wurde übertroffen. Ich bin sehr dankbar für die Reise."

Diesen Freitag erzählen sie vom zweiten Teil ihres abenteuerlichen Urlaubs. Unter dem Titel "Von Tintenfischen und Kokosnüssen" geht es um 19.30 Uhr im Menzer Pfarrhaus los. Frühes Kommen sichert die besten Plätze. Beate Wolf versprach schon einmal: "Es wird romantisch in Teil zwei."
erstellt von Mathias Wolf am 25.03.2014, zuletzt bearbeitet am 08.11.2017
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