Start Willkommen im Kirchenkreis Witziges und Vermischtes Artikel: Alle Jahre wieder…
Alle Jahre wieder…
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Alle Jahre wieder…

20.000 Menschen in 140 Kirchen, hunderte von ehrenamtlichen Musikern, hunderte Kinder, die das Krippenspiel aufführen und ca. 1000 Ehrenamtliche, die wochenlang geschmückt und vorbereitet haben – das war Weihnachten 2015.

Die Lokalpresse verschweigt dieses Großereignis.
Komplett!
Nicht ein einziger Gottesdienst wird dokumentiert, kein einziges Bild eines Krippenspieles – nicht mal als Nebenbemerkung auf den hinteren Seiten!
Stattdessen erscheint auf den Titelseiten der Gransee-Zeitung, des Neuen Granseer Tageblatts und der Neuen Oranienburger Zeitung (wie jedes Jahr): „Weihnachtsschwimmen in Zehdenick“.

Auch die vielen Vorankündigungen, die ich als Öffentlichkeitsbeauftragter an die Presse geschickt habe, blieben ohne Wirkung. Es lag also auch nicht daran, dass die (vielleicht unkirchlichen) Redakteure nicht wussten, dass am Heilig Abend in allen Kirchen des Landkreises aufwändige Festgottesdienste gefeiert werden. Es ist wie in den Jahren zuvor: Das christliche Weihnachtsfest wird totgeschwiegen.

Aber warum?
Will man neutral bleiben? Das heißt, über christliche Feste darf nicht geschrieben werden, weil man sonst in den Verdacht käme, christliche Kirche zu unterstützen?
Diese Erklärung habe ich schon oft bei Initiativen oder Vereinen gehört, so abwegig ist diese Erklärung nicht.
Waren die meisten Redakteure nicht in einer Kirche und haben deshalb Kirche einfach nicht im Blick? Halte ich auch für möglich.
Möchte man ganz bewusst das Weihnachtsfest „entchristianisieren“, wie es ja schon zu DDR-Zeiten und die unselige Zeit davor üblich war?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins:
Jedes Jahr werden die Weihnachtsgottesdienste verschwiegen, trotz aller Bemühungen der vielen, vielen Menschen, die über die Feiertage vielen, vielen anderen Menschen Freude und Sinn gegeben haben.

Ein Glück, dass wir wenigstens diese Homepage haben: Schauen Sie in die Galerie mit den romantischsten Bildern aus unseren Kirchen.

Ihr Öffentlichkeitsbeauftragter: Mathias Wolf

Reaktionen:
R.G. per Mail:
Habe ihren Beitrag zum Weihnachtsfest gelesen und bin auch der Meinung.
Soviele Stunden haben wir vorbereitet und nebenbei unsrere eigenen vier Wände ebenfalls vorbereitet.
Da schlägt man heute die Zeitung auf nichts und das Neue Jahr fängt ebenso an. Nur gut das noch das Wort zum Wochenende erscheint.
Die Menschen strömen am Heilig Abend in die Kirchen (...) und wir freuen uns ja auch. Bei mir stellt sich persönlich dann immer so eine Traurigkeit ein. Die viele freiwilligen Stunden und dann kommt kein positives Wort...

Sandra Schröder per Facebook:
Vielleicht suchen Sie mal das persönliche Gespräch mit den Lokalredaktionen und Journalisten und fragen nach den Motiven? Das allgemeine Klischee ist ja, dass Kirchen entvölkert sind und irrelevant etc. Da muss man kontinuierlich (auch das Jahr über) das Gegenteil beweisen (durch Pressemitteilungen etc.). Vielleicht kann man auch hin und wieder mal zu Pressefrühstücken o.ä. einladen? Dann kann man sich gegenseitig beschnuppern und Vorurteile abbauen. Die rbb-Abendschau hatte dieses Jahr immerhin einen Live-Einspieler aus dem Berliner Dom und den röm.-kath. Bischof im Studio.

Kirchenkreis Oberes Havelland
Liebe Frau Schröder, das tun wir alles und wir sind in ständigen - auch sehr guten - Gesprächen. Trotzdem gibt es immer wieder "Pannen" - sicher auch beiderseitig. Die Kirchen sind ziemlich entvölkert, das ist kein Klischee, Heiligabend waren sie aber der Mittelpunkt des wichtigsten Festes in Deutschland. Und wenn darüber keine meiner Lokalzeitungen berichtet, stelle ich Fragen.

Kerstin Plischke per Facebook:
Das ist nicht zu verstehen....

Armin Thalheim per Facebook:
Ich sehe jetzt nicht, wer diese treffenden Zeilen geschrieben hat. Da mir dieser Zustand auch auffällt, posten ich und eine Handvoll meiner Freunde jede Kirche, in der ich Musik mache. Ich halte es für sehr wichtig, unsere christliche Kultur mehr denn je in unser Blickfeld zu rücken. Merkwürdigerweise lesen wir ständig, wo Christen verfolgt und umgebracht werden. Mit schwacher Stimme forderte uns kürzlich unsere Bundeskanzlerin auf, mehr zu unseren christlichen Werten zu stehen und sie zu leben. Wie sieht die Realität aus? Dank dem obigen Kommentator für seine Zeilen!!
erstellt von Mathias Wolf am 28.12.2015, zuletzt bearbeitet am 19.10.2017
veröffentlicht unter: Witziges und Vermischtes