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Granseer Kantorenstelle wieder besetzt

von Matthias Henke / 25.04.2020

Die evangelische Kirchengemeinde Gransee hat einen neue Musikerin. Maraike Schäfer, die sich im Januar in der St. Marienkirche vorgestellt hat, erhielt das Vertrauen der Findungskommission sowie des Kreiskirchenrates, der letztlich für die Personalentscheidung verantwortlich zeichnete.
Schäfer wird ihren Dienst Anfang Mai antreten. "Ich freue mich sehr auf Frau Schäfer und die Zusammenarbeit mit ihr, und ich denke, auch die Ehrenamtlichen und wohl alle Gemeindeglieder sind neugierig auf sie. Leider wird das große Kennenlernen

aufgrund der derzeitigen Situation noch etwas auf sich warten lassen. Es ist auch noch nicht klar, wann die Einführung sein wird", so Pfarrer Christian Guth.

Dafür steht indes fest, wann es mit Gottesdiensten in St.?Marien weitergeht, nachdem zuletzt coronabedingt keine stattfinden konnten. Dazu verständigte sich der Gemeindekirchenrat. "Ab 10. Mai zur gewohnten Zeit, aber doch anders als gewohnt" sagt Pfarrer Guth. Trotz der Größe der Kirche müsse darauf geachtet werden, dass nur eine begrenzte Zahl Menschen den Gottesdienst besucht. Mehr als 40 werden es wohl nicht werden. So sei auf Abstand zwischen den Gemeindegliedern zu achten, etwa werde nicht jede Bankreihe besetzt. Das Bedecken von Mund und Nase werde obligatorisch sein. "Wir müssen gucken, wie sich das mit dem Gesang verträgt. Es ist ein großes Versuchsfeld, auch für uns", so Guth.

Der Zufall will es, dass es der Sonntag Kantate ist, an dem die neue Kantorin zum ersten Mal in St. Marien bei einem Gottesdienst die Orgel spielt. "Es ist natürlich eine besondere Situation", sagt die 33-Jährige mit Blick auf die coronabedingten Einschränkungen. Dennoch freue sie sich auf ihre neue Stelle.

Musikalisch versiert ist sienicht nur durch ein Masterstudium der Kirchenmusik. Bereits in ihrem sechsten Lebensjahr habe sie damit begonnen, das Orgelspielen zu erlernen. Als Kantorin aktiv war sie unter anderem in Ingolstadt, Berlin und zuletzt in Strausberg. Dort sah sie sich bereits mit coronabedingten Einschränkungen konfrontiert, was sie aber durch ihre Affinität zu digitalen Angeboten auszugleichen wusste. Chorproben und auch der Instrumentalunterricht liefen über eine App mit Einzel- und Choraufnahmen, zu der die Mitglieder zu Hause singen konnten. Und über eine Whats-App-Gruppe lebte das Ensemble auch die Chorgemeinschaft.
erstellt von Stefan Determann am 29.04.2020, zuletzt bearbeitet am 15.10.2021
veröffentlicht unter: Neues aus der Kirchengemeinde