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Kloster Himmelpfort

1299 von Markgraf Albrecht III. von Brandenburg als Hauskloster und zur Sicherung der unruhigen Grenze zu Mecklenburg und Pommern als Tochterkloster von Lehnin gestiftet. Grenzlage sorgt für vielfache Plünderungen und wechselnde politische Zugehörigkeiten und so für nur mäßige wirtschaftliche Entwicklung trotz beachtlicher ursprünglicher Besitzungen. Letzte in der Mark Brandenburg errichtete Basilika in teils romanischer, teils gotischer Ausführung mit sehr archaischen Architekturmerkmalen. 1541 Säkularisierung und Lehensübergabe an die hessische Familie von Trott zu Solz, deren Geschlecht der Himmelpforter Linie 1727 ausstirbt. Zuweisung zum Amt Badingen. Im 30jährigen Krieg Zerstörungen und um 1660 Umbau der Kirche: Vierung und Chorraum werden mit einer Mauer abgetrennt und zur ev. Pfarrkirche, das Langhaus dient landwirtschaftlichen Zwecken und wird ab 1880 zur heutigen Ruine. Innenausstattung z.T. noch aus der Zeit des Umbaus. „Brauhaus“, ehem. und einzig erhaltenes Wirtschaftsgebäude des Klosters mit repräsentativem Schaugiebel, fällt 2010 einer Brandstiftung zum Opfer, eine Bürgerstiftung realisiert aktuell den Wiederaufbau, Zuführung zu kultureller Nutzung geplant.
Reste der Klostermauer im Ortsbild erhalten. Glockenstuhl.
Kirche von Mai bis September 10-18 Uhr geöffnet mit kleiner Ausstellung zu Zisterziensern und Schiffertradition des Ortes. Monatlicher Gottesdienst. Abendgebete (z.T. in Tradition der Stundengebete) Juni-September samstags um 18 Uhr nach Abendläuten.
Privat betriebener Kloster-Kräutergarten.
Labyrinth.
Rüstzeitheim der Ev. Kirchengemeinde im ehem. Pfarrhaus des Ortes.
Kontakt: Ev. Kirchengemeinde Himmelpfort c/o Pfarramt Lychen, Pfarrer Gernot Fleischer
Vogelgesangstr. 25 , 17279 Lychen, Tel.: 039888-479646 E-Mail: pfarrer-fleischer@kkobereshavelland.de
ggf. Übernachtungsmöglichkeit im Rüstzeitheim Himmelpfort: Margrit Westphal, Tel.: 033089-41269
erstellt von Mathias Wolf am 07.06.2019, zuletzt bearbeitet am 14.06.2019
veröffentlicht unter: Brandenburgischer Klosterweg