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Pfarrer Schobert in den Ruhestand verabschiedet
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Pfarrer Schobert in den Ruhestand verabschiedet

ein Artikel aus der Gransee-Zeitung von Wolfgang Gumprich

Mildenberg Eins stand schon nach seinem Abschiedsgottesdienst fest: Er wird eine Lücke reißen, er wird fehlen. Nicht nur in seiner Kirchengemeinde, die er seit 39 Jahren leitete, auch im Ort, in seinem Sprengel wird er vermisst werden.

Am Sonnabend wurde Pfarrer Günther Schobert in einem Gottesdienst in der voll besetzten Kirche in Mildenberg aus dem Amt als Pfarrer verabschiedet. Auch wenn die Gottesdienstordnung relativ streng ist, löste der scheidende Pfarrer sie zum Ende hin auf. Superintendent Uwe Simon entband seinen Amtsbruder von seinen dienstlichen Pflichten, Schobert darf aber weiterhin Gottesdienste halten, Taufen vornehmen und ebenso Beerdigungen. In persönlich gehaltenen Worten erinnerte Simon an viele gemeinsame Unternehmungen, beispielsweise in Rumänien, wo sie einer Partnergemeinde halfen. "Unvergleichlich Günther" sei er dort genannt worden. Bei der friedlichen Revolution vor 30 Jahren habe sich Schobert engagiert und sogar zum Stadtverordneten aufstellen lassen. Von Sachsen sei er nach Brandenburg gekommen, von hier bereiste Pfarrer Schobert die Welt. Seine Lieblingsländer seien Neuseeland und Kanada.

Zehdenicks Bürgermeister Bert Kronenberg bedankte sich im Namen von Politik, Verwaltung und den Bürgern der Stadt für das Engagement Schoberts. Für den Gemeindekirchenrat sprach Anneliese Thiel humorvolle Dankesworte, die sie unter dem Beifall der Gemeinde mit "es war eine schöne Zeit" zusammenfasste.

Eberhard Kort, Pfarrer im Ruhestand der katholischen Kirchengemeinde Zehdenick, bedankte sich ebenfalls bei seinem Amtsbruder für die vielen gemeinsamen Unternehmungen wie die Hubertusmesse, die Ausflüge der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinden und weitere Spuren, die er hinterlassen habe. Kort appellierte an die Gemeinde: "Wir", er meinte Protestanten und Katholiken, "leben hier in der Diaspora und sitzen alle in einem Boot und müssen zusammenhalten." Und er wünschte Schobert weiterhin ein "fröhliches Herz".

Eine Bewerberin auf die Pfarrstelle, Pfarrerin Anne Lauschus, stellt sich am Sonntag, 4. August, um 14 Uhr in einem Gottesdienst in Klein-Mutz der Gemeinde vor. Ein Wiedersehen mit dem beliebten Geistlichen gibt es zu Weihnachten. Pfarrer Schobert versprach seiner Gemeinde, dass er die Weihnachtsgottesdienste halten werde.
erstellt von Mathias Wolf am 30.07.2019, zuletzt bearbeitet am 31.07.2019
veröffentlicht unter: Neues aus den Kirchengemeinden