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In Augenhöhe
Foto: Jörg Kerner, Zehdenick

In Augenhöhe

Der Himmelfahrtstag mit Gottesdienst im Klosterhof Zehdenick. (von Jörg Kerner)

Ungefähr 120 Leute sind heute zum Gemeindefest gekommen. Draußen dröhnen die Trecker mit den Bassboxen, die den „Vatertag“ einläuten. Man ahnt schon das Gröhlen und das klirren der Bierflaschen von Leuten, die sich zuprosten.
Himmelfahrt und Vatertag bringt uns im Gottesdienst den Vater im Himmel in den Blick. Jesus, von dem man sagt, dass er in den Himmel "gefahren" war, hat immer schon vom Vater im Himmel gesprochen. “Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ Ein schönes Bild der Güte eines Gottes, den man nicht sieht und der nicht immer greifbar ist. Alles was Jesus tat hatte die liebevolle Haltung des Vaters. Wer den Sohn sieht, sieht den Vater.

In der Predigt hat unser Pfarrer Andreas Domke ganz plastisch versucht Gottes liebenden Blick auf uns Menschen deutlich zu machen. Der Sohn von Pfarrer Domke hat während der Ansprache eine Drohne gestartet, die vor der Gemeinde zum Stehen kam.

"Ist es nicht so, dass wir Christen uns von Gott gesehen wissen. Wie bei dieser Drohne sieht er uns hier im Kloster sitzen." Gleichzeitig wird das Bild der Drohne direkt auf eine Leinwand übertragen und jeder in diesem Gottesdienst kann sich sehen. Gottes Blick auf uns ist wie bei dieser Drohne ein Blick auf "Augenhöhe". Während die Drohne neben dem Pfarrer schwebt, kann man verstehen wie gleichberechtigt sie sich gegenüber stehen. Auf der Leinwand wird das plastisch sichtbar.

Himmelfahrt ist wie bei der Drohne eine Möglichkeit sich auf höheren Ebenen zu bewegen. Plötzlich steigt die Drohne nach oben und die Gottesdienstgemeinde kann sich selbst von oben sehen. Gott sieht uns, in Augenhöhe und auch in anderer, höherer Perspektive.

Mit Abstand beurteilt man manches anders. Himmelfahrt kann mehr und so steigt die Drohne in Baumwipfelhöhe.. Der Blick wird freier und weiter. Auch der Fleck auf dem Hemd ist nicht mehr zu erkennen. Nun spielt auch der Einzelne keine Rolle mehr. Hier sind wir nur noch als Gemeinde zu erkennen. Mit einem Rund-um-Blick kreist die Drohne herum und die Weite wird erfahrbar.

Mit der Himmelfahrt ist Jesus zum Vater gegangen und sieht auf uns mit Weitblick und Güte. Wir dürfen uns gnädig angesehen fühlen. Ein erhabener Blick der auch unseren Blick im Glauben mitnimmt in die himmlische Perspektive Gottes.

Alle Gemeindemitglieder recken ihre Hälse in den Himmel und staunen über diese plastische Predigt mit der Drohne. In der Bibel spricht der Engel bei der Himmelfahrt zu den staunenden Jüngern: "Was steht ihr hier und seht zum Himmel? Gott hat Jesus aus eurer Mitte zu sich in den Himmel genommen; aber eines Tages wird er genauso zurückkehren."

erstellt von Stefan Determann am 24.05.2022, zuletzt bearbeitet am 27.11.2022
veröffentlicht unter: Neues aus der Kirchengemeinde

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