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Reihe rund um die Geschichte
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Reihe rund um die Geschichte

Ein Artikel aus der Granseezeitung von Jürgen Rammelt

Menz Die Romantische, die Stille, die Überraschende, die Verbindliche, die Mittelalterliche, die Klare, die Festliche und die Praktische _ diese Charaktereigenschaften hat Beate Wolf den acht Kirchen gegeben, die sie mit ihrem Mann Mathias betreut. Es sind fast alle Dorfkirchen zwischen Fürstenberg, Gransee und Rheinsberg, die zum Wirkungsbereich des Pfarrersehepaares gehören.

Um die Gotteshäuser in Schulzendorf, Großwoltersdorf, Wolfsruh, Neulögow, Rönnebeck, Neuglobsow, Dollgow und Menz einem breiten Publikum näher zu bringen, haben Beate und Mattias Wolf unter dem Motto „Mitten unter uns“ eine Ausstellung gestaltet, die über Sommer in der Menzer Kirche besichtigt werden kann. Zur Vernissage am Sonnabendvormittag waren gut 20 interessierte Leute gekommen, um sich die Fotos mit den umfassenden Erläuterungen anzuschauen.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Manoel Reinecke auf der Geige und Christian Volkmann an der Elektronik-Orgel. Letzterer stammt aus Zehdenick und wohnt heute genauso wie sein Musikerkollege in Bremen. Neben dem „Air“ von Johann Sebastian Bach, konnten die Gäste auch Christian Volkmann, der Kirchenmusiker ist, mit dem Luther-Choral „Ein feste Burg“ als Sänger erleben.

Mathias Wolf ging in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung der Kirchen als Denkmäler ein, die es zu erhalten gilt. „Kirchen können Geschichten erzählen“, sagte Wolf und erklärte das am Beispiel des farbigen Fensters hinter dem Altar der Menzer Kirche. „Nach der Zerstörung im Krieg wurde das Fenster 1960 wieder eingebaut, und neben der christlichen Geschichte hat der Künstler auch seine Erfahrungen aus dem Krieg einfließen lassen“, berichtete der Pfarrer.

Im Anschluss verwies Beate Wolf auf die vier Sonntage im Juli, an denen jeweils um 14 Uhr und um 16 Uhr in zweien der Gotteshäuser es Führungen, Konzerte, musikalische Darbietungen sowie Gespräche bei Kaffee und Kuchen geben wird. Zu den Veranstaltungen seien nicht nur Gläubige, sondern auch jene, die sich für die Geschichte der Gotteshäuser interessieren, willkommen.

Los geht es am 1. Juli um 14?Uhr in Schulzendorf, wo die romantische Kirche im Mittelpunkt stehen wird. Um 16 Uhr wird dann in die Stille der Kirche von Großwoltersdorf eingeladen. Am 8. Juli sind dann die Gotteshäuser in Wolfsruh (die Überraschende) und Neulögow (die Verbindende) an der Reihe, bevor am Sonntag darauf (15. Juli) das Pfarrersehepaar in die Kirchen von Rönnebeck (die Mittelalterliche) und Neuglobsow (die Klare) einlädt. Ausnahmsweise beginnt die Veranstaltung in Neuglobsow erst um 17 Uhr.

Letzte Stationen der sommerlichen Veranstaltungsreihe sind die Kirchen in Dollgow und Menz. Dabei verwies Beate Wolf schon einmal auf die festliche Ausstattung des Dollgower Gotteshauses. Aber auch die Menzer Kirche mit den zwei Innenräumen, die jeder für sich, eine eigene und besondere Akustik haben, würde genügend Stoff für ein interessantes Gespräch bieten. Dann wurde die von Mathias Wolf und seiner Frau gestaltete Ausstellung in Augenschein genommen. Vor allem die Detailaufnahmen aus den einzelnen Dorfkirchen und die dazugehörigen Texte fanden das Interesse der Anwesenden.
erstellt von Mathias Wolf am 19.06.2018, zuletzt bearbeitet am 13.06.2019
veröffentlicht unter: Neues aus dem Pfarrsprengel