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Jubelkonfirmation in Grüneberg

Jubelkonfirmation in Grüneberg
zum Bild (v.l.n.r).: Josef Schwarzbach (60), Karl-Heinz Tiemann (65), Renate Schramm (65), Brigitte Weinert (70), Erika Griguszies (70), Dorothea Schneck (70), Anneliese Maurischat (70), Reinhilde Huge (75), Sabine Grohmann (70

Im Rollstuhl wurde Reinhilde Huge in die Kirche geschoben, die am 18. März 1945 in Grüneberg konfirmiert worden war. Damals gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war das Land umkämpftes Gebiet, und die Bomber flogen übers Dorf nach Oranienburg und Berlin. Große Angst herrschte bei der Bevölkerung, und man plante, vor der Roten Armee zu fliehen. Für die Häftlinge im KZ-Außenlager Grüneberg verbanden sich solche Nachrichten mit großer Hoffnung auf Freiheit...

Die größte Konfirmandengruppe repräsentierten damals und heute die Jubilare, die 1950 eingesegnet worden waren, allerdings von 40 auf Fünf dezimiert. Einige von ihnen sind treue Mitglieder im kirchlichen Frauenkreis. Unterricht gab es damals noch im alten Grüneberger Pfarrhaus, was 1980 dem Neubau weichen musste. Dort hatten auch die Jubilare von 1955 und 1960 Unterricht bei Pfarrer von Sauberzweig.

Sie bekamen nun im Festgottesdienst eine Gedenkurkunde mit ihrem Konfirmationsspruch, und einige sprachen ihn mit, als er verlesen wurde. "Ein schönes Zeichen, dass er offenbar eine Rolle spielte in Ihrem Leben" freute sich Pastorin Schlenker. Wegen Corona gab es als Abendmahl Brot und Traube am Spieß und alle waren mit dieser Variante zufrieden. "Ihr seid die Reben" zitierte die Pastorin Jesus: "Ich bin der Weinstock, mein Vater der Weingärtner". Abschließend gab es eine Einladung zu Kaffee und Kuchen im Gasthaus Fiakowski, wo nochmal Erinnerungen ausgetauscht wurden.
erstellt von Stefan Determann am 01.10.2020
veröffentlicht unter: Neues aus dem Pfarrsprengel

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