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Cranachs Holzschnitte zur Passion Jesu
Foto: gemeinfrei zeno.org
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Cranachs Holzschnitte zur Passion Jesu

Gedanken von Pfarrer Ralf-Günther Schein

1509 vollendete Lukas Cranach seine Holzschnittreihe mit 14 Blättern zur Passion Christi. Er nimmt dabei u.a. Bezug auf eigene frühere Bilder zu diesem Thema (z.B. bei „Christus am Ölberg“).
Eine Reihe von Künstlern in der Zeit des Übergangs vom 15. zum 16. Jahrhundert, wie Schongauer(schon vor 1500), Dürer, Hans Schäuflein u.a., gestalteten in Holzschnitten oder Kupferstichen diesen Weg Jesu ans Kreuz. „Eine neue vertiefte Christus - und Passionsfrömmigkeit, die eine Triebkraft der reformatorischen Bewegung wurde, ergriff die Künstler und drängte sie, sich mitzuteilen“, so schreibt Kurt Löcher in einem Aufsatz über die Wirkung der Cranach – Holzschnitte zur Passion auf die Künste. ( vgl. Anzeiger des Germ. Nationalmuseums Nürnberg 1990, S. 9ff)
Lukas Cranach hat gegenüber anderen Passionszyklen seiner Zeit eine z.T. ganz eigene Art der Darstellung und manche neue Bildidee entwickelt, die dann u.a. Einfluß genommen hat auf Künstler in Nord- und Ostdeutschland, in Skandinavien und Böhmen .
Zwei Welten, zwischen gut und böse, gerecht und grausam treffen in seinen Holzschnitten aufeinander. Durch seine Auswahl und Beschränkung auf 14 Abschnitte des Passionsgeschehens setzt er auch andere Schwerpunkte als z.B. Dürer, dessen kleine Passion aus 28 Bildern besteht.
Die Bibeltexte, auf die sich Cranach bezieht, sind eine Zusammenschau aller vier Evangelien.
erstellt von Mathias Wolf am 12.02.2015
veröffentlicht unter: Passionsandachten zu Holzschnitten von Lucas Cranach