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Haushalt, Spenden und Projekte
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Haushalt, Spenden und Projekte

Kreissynode des Kirchenkreises Oberes Havelland Herbst 2017

Was haben ein armer rumänischer Witwer, eine Schulklasse in Zimbabwe, ein Flüchtling auf der griechischen Insel Lesbos und ein Elternpaar aus Zehdenick, das sich um seinen schulschwänzenden Sohn sorgt, gemeinsam?
Sie alle erhalten Unterstützung vom Kirchenkreis oberes Havelland.
Dessen Synode (das Kirchenparlament) tagte am Samstag in der Aula der Grundschule am Weinberg in Liebenwalde.
Nur wenige Tage nach dem fulminanten Reformationsfest am 31.10. in Gransee stehen die Oberhaveler Christen wieder mit beiden Beinen fest am Boden und fragen, wo brauchen Menschen Hilfe.
Leidenschaftlich diskutierten die Synodalen ihren Haushaltsplan. Sinkende Gemeindegliederzahlen auf der einen Seite, stärkeres Spendenaufkommen auf der anderen Seite machen einen Balanceakt nötig.
Immer weniger Mitarbeitende betreuen immer größere Gebiete. Sie sollen wenigstens von Verwaltungs- und Bauaufgaben entlastet werden, entschied die Synode und bewilligte Mittel für eine Bausachverständige, die die Verantwortlichen für die Kirchen und Gemeindehäuser unterstützen soll.
Und obwohl die Personalkosten im Kirchenkreis wegen des zunehmenden Altersdurchschnitts der Mitarbeitenden steigt, bewilligte die Synode eine Mitarbeiterstelle für „Kirche mobil“, die sich um sozial benachteiligten Familien in Neubaugebieten kümmern soll, zwei Mitarbeiterinnen für die Integration und Beratung von Flüchtlingen in unserem Kreis eine Unterstützung für die Gemeindearbeit in Templin, die Familienberatung Zehdenick und einen Zuschuss für die Krankenhaus-Seelsorge.
Dass Kirche nur Kirche ist, wenn sie für andere da ist (Dietrich Bonhoeffer), zeigten die Synodalen, als sie Projekte der Partnerarbeit in Zeiden (Rumänien), Simbabwe und Lesbos nicht auslaufen ließ, obwohl die Zuschüsse, die bisher vom Partnerkirchenkreis Altenkirchen und von der Landeskirche gekommen sind, wegfallen.
Auf über 4 Mio. € belaufen sich die Personal-, Sach- und Baukosten im Jahr 2018, meist aus Kirchensteuern, Spenden und Pachteinnahmen finanziert.
Die meiste Arbeit geschieht aber ehrenamtlich und im Verborgenen. Friedhöfe werden gepflegt, Kirchen geputzt, Glocken geläutet, bedürftige Menschen besucht und beraten.
Kaum auszudenken, wie unser Landkreis ohne die Tausenden stillen Ehrenamtlichen der Kirchengemeinden aussehen würde.
Es war eine gute und großzügige Synode, im besten Sinne „evangelisch“.

Den Bericht, den Superintendent Uwe Simon vor der Synode gab, finden Sie zum Download im Anhang.

Beate Wolf, Pfarrerin in Menz
Bericht des Superintendenten
hochgeladen am: 04.11.2017
hochgeladen von: Mathias Wolf
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erstellt von Mathias Wolf am 04.11.2017, zuletzt bearbeitet am 14.02.2019
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