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Gartengedanken
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Gartengedanken

Andacht von Gemeindepädagogin Ulrike Limbrecht

Die Urlaubsreise ist zu Ende. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Rückweg. Noch versunken in den schönen Urlaubserinnerungen der letzten Tage geht mir plötzlich durch den Kopf: Wie mag wohl der Garten aussehen? Jämmerliche Bilder türmen sich in mir auf. Wahrscheinlich wuchert das Unkraut überall, und meine liebsten Blumen werden, während ich eine herrliche Zeit erlebt habe, traurig vertrocknet im Beet oder im Kübel liegen.
Daheim angekommen stelle ich fest, teilweise ist es auch so. Also beginne mit meinen Rettungsversuchen: Rasen mähen, Gießkannen füllen und die letzten Bohnen ernten. Ich wühle in der Erde, beschneide die Blumen, betrachte jede Blüte, zupfe welke Blätter und versinke immer mehr in meinem Wirken, so dass ich schon fast mit meinem Garten eins werde. Ja, aus dürrem Land wird der Garten des HERRN, dass man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang. So heißt es nach Jesaja. Mit Freude kann ich dem zu stimmen. Gartenarbeit ist Meditation für die Seele! sagt man. Immer mehr Menschen entdecken, dass Gartenarbeit Entspannung bringt. Man muss zwar auch manchmal ordentlich hart arbeiten, aber die Mühe wird durch blühende Blumen, eine reiche Ernte oder durch die vielen Tiere, die sich im Garten ansiedeln mehr als belohnt! Dazu kommt aber noch, dass bei der Gartenpflege uns Energie zufließt. Ganz selbst vergessen sind wir in dem, was wir gerade tun und das macht uns glücklich. Bei mir ist es so, denn ich bearbeite und erlebe Gottes Schöpfung und das bringt mich IHM näher. Das ist ein wahrhaft wohltuendes Gefühl.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine gute Urlaubsheimkehr
und besinnliche Stunden in ihrem Garten.
Ihre Gemeindepädagogin aus dem Löwenberger Land,
Ulrike Limbrecht

erstellt von Mathias Wolf am 06.08.2018, zuletzt bearbeitet am 31.10.2019
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv