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Es gibt nichts Gutes außer man tut es
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Es gibt nichts Gutes außer man tut es

Andacht von Nele Poldrack, Pfarrerin in Leegebruch

Geburtstagsfeier am Kaffeetisch. Das Gespräch kommt ganz schnell aufs Große. Die Politiker sind unfähig. Die großen Konzerne regieren ja doch alles mit Geld und Macht, dann kommt man auf den Klimawandel, und es endet dann mit dem resignierten Satz: „Da kann man ja eh nichts machen.“
Drei Gedanken dazu. Der erste: Wir sind Menschen und nicht Gott. Gott allein hat den Überblick und kann die Welt im Ganzen sehen. Wir haben alle unsere, die meisten vielleicht eine schwarze Brille auf, oder – wie Jesus sagt: einen Balken im Auge. Er sagt: Seid nicht anmaßend. Urteilt nicht! Lasst Gott urteilen!
Der zweite: Der Satz: „Da kann man ja nichts machen!“ ist eine Ausrede fürs Nichtstun. Wir sind nicht Opfer. Wir können viel tun, hier wo wir sind. Dazu leben wir. Ob es Sinn macht, können wir Gott überlassen.
Der dritte: Gott hat dafür gesorgt, dass wir leben und es noch nicht zu spät ist. Gott zu vertrauen bedeutet Hoffnung. Das ist das Christliche an unserem Glauben. Die Kraft Gottes ist selbst im Tod und Untergang nicht totzukriegen. Er hat die Welt geschaffen und wird sie erhalten. Also Bitte, Lasst uns dem unchristlichen Lamentieren widerstehen! Lasst uns tätig an der Hoffnung Gottes für unsere Welt festhalten!

Nele Poldrack
erstellt von Mathias Wolf am 20.07.2019, zuletzt bearbeitet am 29.07.2019
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv