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Nele Poldrack
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Glaube kann Berge versetzen

Eine Handvoll Menschen sieht hin: „Hier wird die Würde von Menschen mit Füßen getreten. Wir wollen ein Zeichen setzen, wie es anders geht. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem diese Menschen ihre Würde wieder finden.“ Sie haben kein Geld. Nur eine Idee, die andere überzeugt. Sie bleiben dran. So entsteht auf der Insel Lesbos auf dem Gelände eines ehemaligen Hüttencamps ein offenes Flüchtlingslager. Ohne staatliche Zuschüsse lebt man von Spenden und von der Hand in den Mund. Aber es kommen Freiwillige aus aller Welt. „Ich will nicht tatenlos zusehen, wie Menschen unter der Politik der EU leiden müssen“ sagt eine von ihnen. Eine Familie, die ein Hotel betreibt, lässt Helfer kostenlos im Hotel wohnen. Als das Essen nicht reicht, bringt die Hotelküche Festessen ins Lager. Firmen spenden Schuhe oder bezahlen die Abfuhr der Fäkalien. Man findet ein Haus, in dem Kurse für geflüchtete Menschen angeboten werden. Inzwischen lernen dort 800 Personen in der Woche. Es gibt außerdem bezahlte Arbeitsplätze für Griechen und Geflüchtete. Laufende Kosten: 35 000 € im Monat. Das Geld ist nicht da, und reicht doch immer wieder. Seit 2012. Da ist Segen drauf. Mit vernünftiger Überlegung und Planung hat das nichts zu tun. Es ist nichts als Vertrauen, das Richtige zur rechten Zeit zu tun. Trotz vieler verzagter Stunden geht es weiter. Glaube kann Berge versetzen. Wie in der Bibel: Ein Vater möchte von Jesus Hilfe für seinen Sohn. Jesus sagt: „Dem der glaubt, ist alles möglich.“ Wenn du nur genug hoffst und darauf vertraust, wird deinem Sohn geholfen. Der Vater ist verzweifelt. Denn er weiß, dass sein Vertrauen dazu nicht ausreicht. Er schreit: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ und der Sohn von dem alle sagen, dass er tot ist, steht auf. Es sind Mutgeschichten für uns. Denn: Glaube kann Berge versetzen!
erstellt von Christoph Poldrack am 25.01.2020, zuletzt bearbeitet am 03.07.2020
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv