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Andreas Domke
Foto: privat

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid

21. Juni 2020 | 2. Sonntag nach Trinitatis | Gedanken zum Wochenende von Pfarrer Andreas Domke, Zehdenick

Die Mutter hatte gar nichts gesagt, nur die Arme aufgehalten und das Kind rennt los. Schneller und immer schneller hin zur Mutter, hinein in ihre Arme. Geherzt und gehalten, sicher und geborgen. – So einfach ist das!

So einfach war das – früher, als wir noch Kinder waren. Auch wenn wir eine Einladung bekamen. Ich habe mich immer geehrt gefühlt und mich gefreut, dass ich dabei sein durfte. Wie viele schöne Fete haben wir gefeiert. Was haben wir nicht alles gemeinsam entdeckt und wie viele gute Erfahrungen gemacht. Komm mit! Sei dabei! - So geht das Leben!
Eine Einladung oder die offenen Arme sagen uns auf liebe Weise, wohin wir gehören und wer wir sind. Das ist bei manchem Durcheinander des Lebens manchmal notwendig. Ob wir nun im Alltagsleben stehen oder besondere Sorgen haben, ob wir auf der Überholspur sind oder uns gerade verlaufen haben. Wenn da Einer ist, der nach uns fragt, wenn da Eine ist, die uns an ihre Seite ruft, dann können wir zur Besinnung kommen. Dann haben wir die Gelegenheit, wie an einer Raststätte mal rauszufahren, anzuhalten und zur Ruhe zu kommen. Es ist unsere Gelegenheit neue Kraft für den Weg zu finden oder gar einen ganz neuen Weg anzugehen.

Kommt her zu mir – Jesus ruft uns an die Seite, hält die Arme auf. Hier bist du richtig - mit dem Staub auf der Seele, mit dem Stein auf dem Herzen. Zuhause, sicher, geborgen. Eine Einladung. Wie damals als Kind. Eine Ehre, eine Chance auf neue Entdeckungen – endlich einmal wieder. Ich darf da sein. So auch an diesem Sonntag in den Gottesdiensten in den Kirchen oder an der frischen Luft. Da sein, damit Gott für mich da sein kann.

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv