Start Willkommen im Kirchenkreis Artikel: Ede entschuldigt sich
Ede entschuldigt sich
Foto: privat
Bildrechte: privat

Ede entschuldigt sich

Andacht von Beate Wolf, Pfarrerin in Menz

Wenn Ede (Nein, den echten Namen nenne ich nicht!) mal etwas leidtut, was er gesagt oder getan hat, dann kann er sich nicht einfach entschuldigen. Ede ist ein typischer Brandenburger mit raspelkurzen Haaren und Bluthochdruck. Er hat es nicht so mit Gefühlsäußerungen. Aber die Wahrheit ist: Ede ist überraschend sensibel und fair. Sieht er, dass ich mich über ihn geärgert habe, kommt in den nächsten Wochen ein Zeichen des Bedauerns. Ein Bierchen, ein passender Kommentar, eine Zurückhaltung, wo er vorher losgepoltert hat. Ede kann sich zwar nicht entschuldigen, aber er ändert sein Verhalten. Er ist ein guter Kerl und mir tausendmal lieber als die Leute, die wortreich beginnen mit „Entschuldigen Sie, aber…“. Denen tut nämlich gar nichts leid. Die kriegen nicht mal mit, wenn sie andere verletzen. Und innerlich bewegen die sich kein Stück! Da können sie sich noch so wortreich verdrehen.
Wir Christen glauben, dass eine echte Entschuldigung nötig ist, um etwas besser zu machen. Ohne Entschuldigung kannst du nicht neu anfangen. Und zu einer Entschuldigung gehört, dass es dir leidtut. Dass du eigentlich etwas ganz anderes wolltest, als du getan oder gesagt hast. Klar ist das peinlich, aber es ist besser, das wieder gerade zu rücken, als sich verbissen zu verteidigen.
Manchmal entschuldigen wir uns bei Gott. Weil es Taten gibt, die nur er noch entschuldigen kann. Und Gott sieht nur die ehrliche Absicht, die Worte sind ihm egal.
Wir Menschen spüren das auch, ob es jemand ehrlich meint oder nicht. Deswegen können Leute wie Ede immer wieder ins Fettnäpfchen treten und trotzdem tolle Freunde bleiben. Und andere brechen sich die Zunge mit komplizierten Entschuldigungen und man wird trotzdem nicht warm mit ihnen.
Entschuldigen kann man lernen. In der Kirche. Oder von Ede. Aber letzterer hat es nicht so mit Worten!

Beate Wolf, Pfarrerin in Menz


erstellt von Mathias Wolf am 03.05.2019, zuletzt bearbeitet am 18.05.2019
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv

Pfarrer verabschiedet sich aus Mildenberg
Foto: MOZ
Bildrechte: MOZ
Ein Artikel aus der Gransee-Zeitung von Martin Risken
Mildenberg (MOZ) Es gab immer nur das Gefühl: Hier bis du richtig", kam für Pfarrer Günther Schobert in den 39 Jahren, in denen er Seelsorger in Mildenberg war, nie darüber...
alles lesen
Jesus wünscht sich ein friedliches Miteinander—und Du?
Foto: meissner
Bildrechte: meissner
Kinderfreizeit in Vietmannsdorf
So sollte der Start in den Sommer beginnen. Von Mittwoch, den 19.6. bis Sonnabend den 22.6. 14 trafen sich zu einer sehr schönen und friedlichen Freizeit in Vietmannsdorf Kinder aus Blumenow,...
alles lesen
4.Kindercamp im Kirchenkreis "Oberes Havelland"
Zum vierten Mal waren haben wir, die hauptamtlichen MitarbeiterInnen in der Arbeit mit Kindern, zum Kindercamp nach Neuendorf eingeladen. Schnell waren die 90 Plätze belegt. Einige Kinder kamen...
alles lesen
JULI
28
Gesprächskonzert: Warum klingt Bach immer so... alles lesen
So, 28.07.2019, 17:00
Maria-Magdalenen-Kirche, 17268 Templin, Martin-Luther-Straße
AUG
03
Susanne Seiffert – Flöten
Reinhard... alles lesen
Lindower Sommermusiken
Sa, 03.08.2019, 20:00
Evangelische Stadtkirche Lindow, 16835 Lindow, Straße des Friedens 77
AUG
04
Ein humorvolles Orgelkonzert für 4 Hände und 4... alles lesen
So, 04.08.2019, 17:00
Evangelische Kirche Friedrichsthal, 16515 Oranienburg OT Friedrichsthal, Dorfplatz
Bildliche Kommentare
Bericht von der Kreissynode von Beate Wolf
Ein Bericht von Nele Poldrack und Ute Gniewoß über die Arbeit im Flüchtlingsprojekt „Lesvos Solidarity“ auf der Insel Lesbos