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"Was geht mich fremdes Elend an?"
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"Was geht mich fremdes Elend an?"

Andacht von Markus Pfeiffer, Kirchenmusiker in Oranienburg

"Was geht mich fremdes Elend an?"
Haben Sie diesen Satz schon einmal gehört? Oder vielleicht sogar selber gedacht?
Wie hart, kalt und verletzend er doch ist! Was treibt einen Menschen dazu, so etwas zu sagen?

Natürlich geht mich das Privatleben anderer Menschen prinzipiell nichts an. Doch:
Frage ich nach, wenn jemand traurig schaut? – Schaue ich anderen Menschen überhaupt in die Augen?
Leihe ich anderen mein Ohr, damit sie sich mal aussprechen können? Leihe ich anderen meine Schulter zum Anlehnen oder gar Weinen?

„Was geht mich fremdes Elend an?“
Habe ich Mitleid, wenn ich die Bilder von gekenterten Booten im Mittelmeer sehe? Läuft mir ein Schauer über den Rücken wenn ich zerbombte Städte im Fernsehen sehe? Habe auch ich Angst, wenn schon wieder ein Terroranschlag verübt wurde?

Ich denke, dass wir in unserer Welt und Gesellschaft aufpassen müssen vor Unterkühlung, Abgebrühtheit, fehlender Empathie. Wir dürfen nicht abhärtet werden von den furchtbaren Bildern jeden Tag in den Nachrichten. Wir dürfen keine Gleichgültigkeit empfinden gegenüber Krieg, Hunger oder Zerstörung – gegenüber dem Elend anderer Menschen. Was für eine Gesellschaft wäre das denn, wenn jeder nur noch um sich und seine Sorgen kreist? Eine Gesellschaft ohne Liebe. Ich möchte es mir nicht ausmalen!
Jesus Christus ging das Elend fremder Menschen sehr wohl etwas an. Er konnte die Blinden und Lahmen nicht links liegen lassen als sie riefen. Er hat niemanden Hungern lassen obwohl nur 5 Brote und 2 Fische vorrätig waren. Er konnte niemanden dem Tod überlassen, sodass er sogar für uns starb. Er starb für uns, damit wir leben und fröhlich sein können, sodass wir unsere Gaben in die Gemeinschaft für ein friedliches Leben einbringen können. Wir sollen anderen helfen, zuhören, trösten, mitfühlen. Wir sollen unserem Nächsten Liebe schenken und mit ihm Freud und Leid teilen.
erstellt von Mathias Wolf am 06.07.2019, zuletzt bearbeitet am 12.07.2019
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv

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