Start Willkommen im Kirchenkreis Artikel: Miteinander auf Augenhöhe
Michaela Jecht, LIebenwalde
Foto: privat
Bildrechte: privat

Miteinander auf Augenhöhe

Ich mag Parkbänke. Drei Bretter für die Sitzfläche. Zwei für die Lehne. Eine Parkbank lädt ein zu verweilen. Zu einem Mittagsschlaf in der Sonne. Zum Ausruhen und in die Luft schauen. Menschen beobachten und Vögeln zuhören. Sie ist der Ort, an dem ich träume, nachdenke und Ideen finde. Oder einfach sitze.
Die Parkbank ist ein Ort, an dem ich andere Menschen treffe. Mit ihnen rede. Gedanken und Zweifel austausche. Ich teile diesen Ort mit anderen Menschen für eine Zeit. Die Parkbank gehört mir nicht. Sie ist ein Zuhause auf Zeit. Manchmal sitze ich mit Freund*innen dort. Mit meinem Mann. Oder meiner Familie. Ein anderes Mal setze ich mich dazu. Ich nehme Platz zwischen unbekannten Menschen. Das ist gut so, denn die Parkbank ist ein Ort für alle. Sie ist die Einladung, sich zu setzen. Für die Frau, deren Beine alt und müde sind. Für Menschen, die kein Zuhause haben. Für das Kind, das auf die Sitzfläche hinaufklettert. Für die Berufstätigen, die ihre Mittagspause dort verbringen. Die Parkbank ist ein Ort des Miteinanders und der Begegnung.
Ich mag Parkbänke – wenn ich eine finde. Denn die Zeit der Parkbänke ist vorbei. Anstelle dessen Zwei- oder Dreisitzer. Oft ohne Rücken- und Armlehne, dafür unterteilt. So als sollte sich niemand darauflegen, schon gar kein*e Obdachlos*e. So als sollte niemand träumen oder mit dem Fremden neben ihm reden. Die Parkbank ist eben mehr als nur eine Bank. Sie ist der Gradmesser der Gesellschaft. Hier zeigt sich, wer darauf sitzt. Wer dazugehört. Wer mit wem redet. Und wer ein Zuhause in unserer Gesellschaft hat.
Deshalb rettet die Parkbank. Es reichen drei Bretter für die Sitzfläche, zwei für die Lehne. Für einen Mittagsschlaf in der Sonne. Zum Ausruhen der müden Beine. Für das Gespräch mit Fremden und Freunden. Rettet das Miteinander auf Augenhöhe.
erstellt von Christoph Poldrack am 09.02.2020, zuletzt bearbeitet am 15.02.2020
veröffentlicht unter: Andachtsarchiv

Ruth-Barbara Schlenker, Grüneberg
Foto: privat
Bildrechte: privat
„Mal ehrlich, Frau Pfarrer, den Jugendlichen geht’s bei der Konfirmation doch nur um die Kohle!“ Soll das dann heißen, dass sich die Jugendlichen für ein...
alles lesen
Gernot Fleischer, Lychen
Foto: privat
Bildrechte: privat
„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ So lautet die Jahreslosung 2020. Sie drückt unseren Lebens- und Glaubenszweifel aus, den wir gerade jetzt spüren, wo wir die Tür ins...
alles lesen
Dirk Bock, Lindow
Foto: privat
Bildrechte: privat
Weihnachten war da und ist schon wieder weg! So wie am „Aschermittwoch alles vorbei“ ist, so ist für viele die Luft raus aus: Gottesdienst besucht, Weihnachtstafel abgegessen,...
alles lesen
MRZ
09
So lautet der Titel eines Buches, den die Witwe... alles lesen
Templiner Montagsrunde 2020
Moderator: R.G. Schein
Mo, 09.03.2020, 19:30 - 21:00
Evangelisches Gemeindehaus Templin, 17268 Templin, Martin-Luther-Straße 7
MRZ
22
Benefizkonzert zugunsten des stationären Hospizes Oberhavel
Am 22.3.2020 wird um 17:00 Uhr in die... alles lesen
So, 22.03.2020, 17:00
St. Nicolai Kirche Oranienburg, 16515 Oranienburg, Havelstraße 28
APR
18
Kantaten BWV 4 und BWV 66 und Uraufführungen
Zum Glauben gehört der Zweifel dazu. Im... alles lesen
Sa, 18.04.2020, 17:00
St. Nicolai Kirche Oranienburg, 16515 Oranienburg, Havelstraße 28
Vorbereitungstreffen für den Weltgebetstag in Oranienburg