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Pfarrer Ralf-Günther Schein
Der Sternenhimmel von Teschendorf

Epiphaniasfest 2021 - Der Sternenhimmel von Teschendorf

betrachtet von Pfarrer Ralf-Günther Schein

Am kürzesten und dunkelsten Tag des "Corona-Jahres" 2020, am frühen Abend des 21. Dezember, war ein besonderes Ereignis am Sternenhimmel zu beobachten. Die Planeten Jupiter und Saturn zogen auf ihrer Bahn - von der Erde aus gesehen - so dicht aneinander vorbei, dass sie wie ein großer Stern erschienen. Dieses Ereignis nennt man in der Fachsprache der Astronomie "Konjunktion". Eine solche Begegnung von Jupiter und Saturn ließ im 16.Jh. Johannes Kepler vermuten, dass jene Himmelserscheinung den Stern von Bethlehem darstellte.

Dieser Stern von Betlehem, mit dem wir symbolisch von der Advents- bis in die Epiphaniaszeit unsere Häuser und Kirchen schmücken, ist in der Kirche von Teschendorf im Pfarrsprengel Löwenberger Land dauerhaft auf einem Deckengemälde zu bewundern.

Gemalt wurde es mit den Planetenbahnen und der Milchstraße vermutlich erst 1929. Die Firma Sandfort aus Berlin hat in jenem Jahr die Kirche neu ausgemalt. Typisch für den Malstil von Sandfort ist der florale Rahmen dieses Sternenhimmels. Er macht den dargestellten Kosmos zu einem .Himmelsgarten''. Der Stern von Betlehem ist zwischen den Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn als Komet gemalt worden. In seiner bogenförmigen Ausrichtung weist er auf die Mitte des Kosmos: Auf Christus als die Sonne und das Licht der Welt.

Das Kreuz, das Chi-Roh (als die ersten griech. Buchstaben für Christus) und das Alpha und Omega machen es deutlich. Der Lichtkreis ist auch mit einem Wort aus dem Hebräerbrief (13,8) versehen: "Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit."

An den beiden Rändern jener kosmischen Ellipse befinden sich im .Himmelsgarten" auf der einen Seite das Symbol für Gott-ater: Dreieck und Auge. Ein Sinnbild für Gottes Dreifaltigkeit und dafiir, dass Gott in seiner Liebe "ein Auge auf uns Menschen geworfen hat". Auf der anderen Seite sehen wir die Taube das Symbol des Heiligen Geistes, der in seiner Kraft den Kosmos durchdringt und bewegt und uns einlädt "Geistes - gegenwärtig" die Welt zu gestalten.

Die Trinität Gottes in diesem "Teschendorfer Kosmos" wurde ergänzt von Symbolen und Zeichen des sogenannten Tierkreises. Diese Darstellungen haben aber nichts mit der Astrologie zu tun, sondern von der Erde aus gesehen "wandert" die Sonne im Lauf des Jahres durch 13 Sternbilder. Die meisten Sternbilder sind dabei nach Tieren benannt. Darum heißt die sogenannte "Ekliptik"- die Bahn der Sonne - auch Tierkreis. Solche Tierkreissymbole finden sich immer wieder in alten Kirchen z.B. auf den astronomischen Uhren von Rostock oder Lübeck.

Das Deckenbild von Teschendorf erzählt davon, dass nicht Sternbilder, sondern die drei faltige Gegenwart Gottes, die den Kosmos durchdringt, über unserem Leben steht und uns umgibt. Alle Sternbilder und Planeten weisen letztlich - mit dem Stern von Bethlehem - auf Christus. ER ist das Licht und die wahre Sonne. ER ist es, der alles umfangt. Wir sind nicht "Zigeuner am Rand des Universums", wie es ein Philosoph einmal ausdruckte.

Jedes kleine Leben im großen Kosmos ist von der Liebe Gottes getragen. Der Stern von Betlehem, ließ einst die Weisen aus dem Morgenland auf die Suche gehen. Und die Begegnung mit Christus machte sie zu königlichen Menschen. Dieser Stern lädt auch uns ein - auf der Suche nach einem erfüllten Leben - der erhellenden Barmherzigkeit Christi Raum zu geben. Allen Krisen und Ängsten zum Trotz auch im Neuen Jahr, denn: "ER ist bei uns, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit". Amen.
Als Video bei Kunst in Kirchen ansehen:
erstellt von Stefan Determann am 06.01.2021, zuletzt bearbeitet am 20.04.2021
veröffentlicht unter: Kirchenkreis & Arbeitsbereiche

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"Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben."

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ So beten Menschen seit alter Zeit mit Worten des 23. Psalmes. Sie suchen Trost in dunklen Tälern, suchen nach Spuren der Zuwendung und Fürsorge Gottes. Sie danken Gott für die Vielfalt und Schönheit des Lebens. Am Sonntag Misericordias Domini gedenken wir in unserer Online-Andacht den Opfern der Coronapandemie und schließen uns damit Aufruf des Bundespräsidenten an. Wir verbinden dieses Gedenken mit der Erinnerung an die Befreiung der Konzentrationslager in Sachsenhausen und Ravensbrück. Die Online-Andacht beginnt bereits um 9 Uhr.
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