Start Kirchenkreis & Arbeitsbereiche Artikel: Helles Frühlingserwachen und leidvolle Dunkeltage - mit Palmarum beginnt die Karwoche
Superintendent Uwe Simon
Foto: Determann / KK-OHL

Helles Frühlingserwachen und leidvolle Dunkeltage - mit Palmarum beginnt die Karwoche

Brief des Superintendenten an die Pfarrämter und Gemeinden im Kirchenkreis Oberes Haveland

Liebe Schwestern und Brüder,
mit dem Sonntag Palmarum beginnt die Karwoche. Sie erinnert uns an die Widersprüche unserer Wirklichkeit. Helles Frühlingserwachen und leidvolle Dunkeltage, Lebenshunger und Krankheitsängste, Lebensfreude und traurige Abschiede, rücksichtsvolle Vorsichtsmaßnahmen und steigende Inzidenzwerte, Lockerungen und Beschränkungen, Kreuz und Auferstehung.

Alles verlangt danach, diese Widersprüchlichkeit auszudrücken, vor Gott zu bringen und die Hoffnung auf das gute Ende und den guten Ausgang, laut werden zu lassen, also Gottesdienst zu feiern.

Die letzten Tage war unklar, ob dies in gewohnter Weise möglich sein wird und immer noch fragen viele durchaus nachvollziehbar, ob dies zu verantworten ist. Bischof, Pröpstin, Generalsuperintendent*innen und Superintendent*innen haben intensiv beraten, was sie den Kirchenkreisen und Gemeinden empfehlen.

Die Erklärung lautet folgendermaßen:
„Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht! (Matthäus 28,5)
Wir feiern Ostern, weil wir Hoffnung haben. In den verschiedensten Formen sind wir verbunden im Vertrauen auf Gott und seine Gegenwart. Wir sind den Gemeinden dankbar für die große Flexibilität, die sie in der Vorbereitung auf das Osterfest gezeigt haben. Wir ermutigen dazu, Gottesdienste in der Vielfalt der digitalen und analogen Formen zu feiern, so wie es verantwortlich möglich ist. Wir vertrauen den Entscheidungen, die in den Gemeindekirchenräten und Kirchenkreisen in Sorgfalt vor Ort getroffen werden. Die Gemeinden haben im zurückliegenden Jahr verlässliche Hygienekonzepte entwickelt und eingeübt.
Auch die Feier des Gottesdienstes ist in vielfältigen Formen wie Video- und Online-Formaten, Telefon- oder Hausgottesdiensten, Wander- oder Stationengottesdiensten eingeübt. Viele Kirchen sind offen und laden zum Gebet und Kraftschöpfen ein.
Das Ansteckungsrisiko – besonders bei neuen mutanten Formen – besteht weiterhin. Die Pandemiebekämpfung bleibt deshalb Gebot der Stunde. Dazu gehört es, das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich zu minimieren. Es geht nur gemeinsam. Wir sind alle dazu aufgerufen, Kontakte so weit möglich zu reduzieren. Aber es gehört für uns auch dazu, in Solidarität mit allen, die in dieser Situation besonders leiden, Hoffnung, Gelassenheit und Lebensfreude zu stärken, damit wir gut durch diese Zeit kommen.“


Der Kreiskirchenrat hat bewusst diese Erklärung des heutigen Tages und die Beratungen, die ihr zugrunde liegen, abgewartet. Was empfehlen wir aber nun unseren Gemeinden im Kirchenkreis angesichts der sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen? Nach Gesprächen hier in Gransee und mit Peter Krause, der an den Beratungen im Kreis der Superintendenten teilgenommen hat, kann ich mir folgende Orientierung vorstellen:

  • An vielen Orten, wo die geltenden Hygienekonzepte ohne Schwierigkeiten und verantwortlich umgesetzt werden können, werden in der Karwoche und zu Ostern Gottesdienste gefeiert.

  • Wo Gemeinden sich außerstande sehen, dies zu gewährleisten, wird auf die digitalen Angebote und die Osterhefte des Kirchenkreises verwiesen und eingeladen in häuslicher Umgebung Gottesdienst (mit-) zu feiern.

  • Sollte an drei oder mehr Tagen im eigenen Landkreis der Inzidenzwert von 200 Infektionen pro 100.000 Einwohnern überstiegen sein, bitten wir ernsthaft zu prüfen auf Präsenzgottesdienste zu verzichten und auf die digitalen Angebote und Hausandachten hinzuweisen.


Ich hoffe, dass mit diesen Empfehlungen die verantwortliche Entscheidung vor Ort leichter fällt, auf welche Weise wir dieses Jahr unsere Sehnsucht und unsere Hoffnung feiern. Gott segne alle Beratungen und schenke uns ein glaubensvolles und zuversichtliches Herz in den Tagen der Karwoche und dann volle Osterfreude auch inmitten aller Einschränkungen.

In dem Sinne grüße ich Sie alle von ganzem Herzen und einem hoffnungsvollen „Gott befohlen!“
Ihr Uwe Simon, Superintendent
erstellt von Stefan Determann am 25.03.2021, zuletzt bearbeitet am 20.04.2021
veröffentlicht unter: Kirchenkreis & Arbeitsbereiche

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Foto: KK-OHL / Stefan Determann
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„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ So beten Menschen seit alter Zeit mit Worten des 23. Psalmes. Sie suchen Trost in dunklen Tälern, suchen nach Spuren der Zuwendung und Fürsorge Gottes. Sie danken Gott für die Vielfalt und Schönheit des Lebens. Am Sonntag Misericordias Domini gedenken wir in unserer Online-Andacht den Opfern der Coronapandemie und schließen uns damit Aufruf des Bundespräsidenten an. Wir verbinden dieses Gedenken mit der Erinnerung an die Befreiung der Konzentrationslager in Sachsenhausen und Ravensbrück. Die Online-Andacht beginnt bereits um 9 Uhr.
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