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„Es ist kein Fels, wie unser Gott“

„Es ist kein Fels, wie unser Gott“

Brief zum Ukrainekrieg an die Mitarbeitenden des Kirchenkreises Oberes Havelland von Superintendent Uwe Simon

„Es ist kein Fels, wie unser Gott“ (1.Samuel 2,2 Tageslosung für den 8.März 2022)

Liebe Mitarbeitende, liebe Schwestern und Brüder,

seit beinahe zwei Wochen ist Krieg in Europa. Die Ukraine wurde angegriffen. Unzählige Menschen sind auf der Flucht, Zivilisten und Soldaten sterben, unendliches Leid und große Hilflosigkeit angesichts der Gewalt machen uns sprachlos. Ich möchte allen danken, die sich damit in den letzten Tagen und Wochen nicht abfinden konnten und wollten, und zu Friedensandachten, Friedensmahnwachen, Friedensgebeten und anderen Veranstaltungen eingeladen und die Kirchen als Orte der Einkehr und Fürbitte geöffnet haben.

Der Sprach- und Hilflosigkeit einen Ort und einen Raum zu geben, ist eine wichtige und dringende Aufgabe und unsere Kirchen sind die Orte dafür. Hier kann sich Sprachlosigkeit in Klage und Gebet verwandeln. Hier können Dinge beim Namen genannt und um Wahrheit gerungen werden. Unsere Gedanken, unser Mitgefühl und unser Einsatz gilt in diesen Tagen vor allem den Menschen in und aus der Ukraine. Sie haben ein Recht auf ein sicheres Leben in Unabhängigkeit und Freiheit und brauchen dafür Unterstützung und Partnerschaft.

Mir gehen aber dennoch zugleich zwei Sätze aus der Ansprache der Ratsvorsitzenden der EKD auf der großen Friedensdemonstration in Berlin nach, die gesagt hat: „Wir verweigern uns der Verführung zum Hass. Wir verweigern uns der Spirale der Gewalt. Wir werden der kriegslüsternen Herrscherclique in Russland nicht das Geschenk machen, ihr Volk zu hassen. Wir werden das Spiel der Verfeindung nicht mitspielen!“ und später: „Wo Kriege geführt werden, da kommt es auf Waffen an. Wo der Frieden werden soll, da kommt es auf uns an."

Unsere Kirchen sind Orte, in denen nach Worten und Taten gesucht werden, die Frieden denkbar und machbar werden lassen. Es gibt keine religiösen Gründe für einen Angriffskrieg, hier trennt uns ein tiefer Graben zu den offiziellen Verlautbarungen der Russisch-orthodoxen Kirchen und ihres Moskauer Patriarchen. Es gibt aber die Verpflichtung, um Christi willen den Frieden zu suchen. Dazu gehört für uns und unsere Gemeinden im Augenblick vor allem die Hilfe für die Menschen, die unverschuldet in große Not geraten und Zuflucht an sicheren Orten suchen.

Deshalb meine Bitte heute an Sie und die Gemeinden im Kirchenkreis:

  • Öffnen Sie bitte weiter Ihre Kirchen und laden regelmäßig zu Friedensandachten und Friedensgebeten ein. Beteiligen sie sich an der landeskirchenweiten Aktion „SiebenWochen(H)offen“. Denn in aller Sprachlosigkeit bleibt die Zuversicht der Tageslosung: Gott ist unser Fels. Über die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises weisen wir gerne daraufhin und laden dazu mit ein.

  • Unterstützen sie die lokalen und regionalen Aktionen für Hilfstransporte. Wir müssen nicht Parallelstrukturen aufbauen, sondern können die Zusammenarbeit suchen.

  • Wo es möglich ist, bieten sie Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen auf der Flucht an.

  • Sammeln Sie Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe.

  • Passionsmusiken können zu Solidaritätskonzerten und Fürbittandachten werden. Vielleicht lassen sich noch mehr Konzerte spontan organisieren, Solidarität bekunden, Räume für Gebet und Andacht schaffen und auch Spenden für konkrete Hilfe einwerben. Auch hier bitte ich um Vernetzung über die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises.

  • Teilen sie mit uns, was sie planen und wie sie sich engagieren. Wo sie Unterstützung und Hilfe benötigen, auch materiell zum Beispiel bei der Unterbringung und Begleitung von Menschen auf der Flucht, lassen sie es den Kirchenkreis kurzfristig wissen, damit auch wir als Kirchenkreis entsprechende Mittel schnell breitstellen können.

  • Vor allem aber treten sie mit ein für ein friedliches Miteinander auch in unserer Gesellschaft. Grenzen wir niemanden wegen seiner Herkunft oder Abstammung aus. Es ist ein Angriffskrieg einer „kriegslüsternen Herrschaftsclique“ (Annette Kurschus, EKD) und nicht eines Volkes.

  • Fassen wir zugleich unsere Gebete weit und denken an die weltweit Kranken und Sterbenden in der immer noch nicht überwundenen Coronapandemie und hören wir das Seufzen der Kreatur angesichts der weltweiten Klimakrise. Wir dürfen klagen, beten, hoffen und handeln: Denn es ist kein Fels, wie unser Gott (Losung für den 8.März 2022)


Noch aus der eigenen häuslichen Isolation nach meiner Coroaninfektion heraus grüße ich Sie alle sehr herzlich in der Verbundenheit des Glaubens und des Gebetes
Ihr/Euer
Uwe Simon, Superintendent
Brief an die Mitarbeitenden zum Ukrainekrieg von Superintendent Uwe Simon
hochgeladen am: 08.03.2022
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erstellt von Stefan Determann am 08.03.2022, zuletzt bearbeitet am 26.09.2022
veröffentlicht unter: Kirchenkreis & Arbeitsbereiche

Diese Information ist auch in der Newsliste des Kirchenkreises zu sehen.
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Tagesordnung der Kreissynode am 8. Oktober 2022 in der St. Nicolai Kirche in Oranienburg

1. Begrüßung durch den Präses
2. Andacht (Pf. Felix Sens - Leegebruch)
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OKT
08
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Orgelmatinée zur Marktzeit
6. bis 27. September immer am dienstags um 12 Uhr.
30 Minuten Orgelmusik auf der größten Orgel der Uckermark und auf der Englischen Chororgel. Es spielem am 6., 13. und 27. September Kantor Helge Pfläging und am
20.September Kantorin. Friederike Pfeiffer (Velten/Marwitz)
Eine Spende am Ausgang kommt unserer Orgelmodernisierung zu Gute. Herzlichen Dank – wir freuen uns auf Ihren Besuch! Eintritt frei.
Die nächsten Termine:
Di, 27.09.2022, 12:00 |
ErnteDANKfest 2022 in Grüneberg
„... und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat!“ Psalm 103, Vers 2.
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Andacht (Psalm 103,2) von Pfarrer Dr. Reinhard Kees zum Erntedankfest 2022 in Grüneberg
hochgeladen am: 05.09.2022
hochgeladen von: Stefan Determann
Dateigröße: 4.15 MB
KreisFrauenTreffen zum Mirjamtag in der Leegebrucher Kirche
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Die Gnade Jesu Christi, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft der Heiligen Geistkraft seien mir uns,
liebe Schwestern, liebe Brüder, liebe Geschwister im Glauben

wann endet...
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Nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen Sie in Ruhe hier:
"Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch."
Mit dem Wochenspruch aus dem 1. Petrusbrief, Kap. 5, Vers 7 laden wir herzlich ein zu den Veranstaltungen im Kirchenkreis
Dienstag, 27.09.2022
  • 12:15 Orgelmusik zur Mittagszeit, St. Nicolai Kirche Oranienburg
  • 12:00 Orgelmatinée zur Marktzeit An der Orgel: Helge Pfläging, Maria-Magdalenen-Kirche Templin
Mittwoch, 28.09.2022
  • 18:00 Mittwochsgebet für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, Kirche Großwolterdorf
Donnerstag 29.09.2022
  • 17:30 Friedensgebet, Ev. Kirche Gransee
  • 18:00 Friedensgebet St. Nicolai Kirche Oranienburg
Freitag, 30.09.2022
  • 20:30 Klaviermusik im Kerzenschein, St. Nicolai Kirche Oranienburg
  • 14:00 Goldene Hochzeit Ehepaar Golz mit Pfarrer Kees und Pfarrer i.R. Gabriel, Ev. Kirche Löwenberg
Samstag, 01.10.2022
  • 14:00 Erntedankfest und Jubelkonfirmation, Ev. Kirche Herzberg
  • 14:00 Erntedank und Konfirmation, Ev. Kirche Barsdorf
  • 15:00 Konzert mit dem KammerEnsemble (Templin), Kulturkirche Liebenwalde

Regelmäßige Friedensgebete finden in folgenden Orten des Kirchenkreises statt.
  • Friedensgebete in Zehdenick: montags bis freitag um 18 Uhr zum Läuten der Friedensglocke
  • ökumenisches Friedensgebet, Sankt Georgen-Kapelle Templin: montags 18 Uhr
  • Friedensandacht in Herzfelde: dienstags 18 Uhr
  • Mittwochsgebet für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in Großwoltersdorf: mittwochs 18 Uhr
  • Friedensgebet in Gransee: donnerstag 17.30 Uhr
  • Friedensgebet in Oranienburg, St. Nicolaikirche: donnerstag 18 Uhr
  • Abendgebet in Himmelpfort: samstags 18 Uhr
    Friedenstauben am Tor zur Kirche Großwoltersdorf.
Das Lied zur Woche: "Lobe den HERRN, meine Seele" (EG 200)
Das Lied zum Wochenspruch am 18. September 2022 Psalm 103, Vers 2:"Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Jens Seidenfad singt und spielt in der Dorfkirche Löwenberg.
Lied zur Woche: "Kam einst zum Ufer nach Gottes Wort und Plan" (EG 312)
"Segenslied zur Woche "
"Bewahre uns Gott" EG 171 - Text: Eugen Eckert (1985) 1987, Melodie: Anders Ruuth (um 1968) 1984 "La paz del señor", er musizieren: Astrid von Appen (fl), Elisabeth Collatz (voc), Ulrike Gartenschläger (keyb)