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Von Abendmahl bis Zwei-Prozent-Appell
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Von Abendmahl bis Zwei-Prozent-Appell

Bericht von der Kreissynode von Beate Wolf

Am 10.11.2018 tagte in Grüneberg die Synode des Kirchenkreis Oberes Havelland.
Dieser Kirchenkreis umfasst vor allem Gemeinden in OHV, aber darüber hinaus auch Gemeinden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Barnim und der Uckermark .
Die Synode ist das Parlament der Kirchengemeinden, die 93 gewählten Synodalen entscheiden über Haushalt und Personal ebenso wie über Stellungnahmen zu Politik und Gesellschaft. Meist geht es auf den Synoden recht „weltlich“ zu, wenn über Immobilienverwaltung, Personalpolitik oder Finanzen geredet wird. Da kann es auch schon mal so temperamentvoll zugehen wie im Landtag bei den Gesprächsbeiträgen.
Doch diesmal dachte die Synode über eines ihrer christlichen Fundamente nach: das Abendmahl.
Nach biblischer Tradition habe Jesus seine Anhänger für alle Zeiten aufgefordert, immer wieder zusammen Brot und Wein zu teilen, an ihn zu denken und einander Schuld zu vergeben, weil Jesus ihnen auch die Schuld vergibt. Das erste Mal feierte Jesus mit den 12 Aposteln kurz vor seiner Ermordung dieses Mahl am Abend, deshalb „Abend-Mahl“
Seit 2000 Jahren wird nun auf der ganzen Welt dieses „Abendmahl“ gefeiert.
Durften früher nur getaufte und konfirmierte Christinnen und Christen am Abendmahl teilnehmen und wurden sie bei Kirchenaustritt vom Abendmahl ausgeschlossen, wird in der modernen Kirche diese Praxis in Frage gestellt.
Sollten nicht gerade auch Ausgetretene zum Abendmahl kommen dürfen als Zeichen der Versöhnung? Und sollten nicht eigentlich alle Menschen, ob getauft oder nicht, zum Abendmahl kommen dürfen, gerade weil hier Gemeinschaft und Neuanfang symbolisiert wird?
Und was ist mit ehemaligen Stasimitarbeitern? Mit Menschen, die sich voller Ablehnung über Kirche geäußert haben? Nicht wenige Synodale hatten hier ihre Vorbehalte, und es gab eine kontroverse Diskussion.
Dr. Bammel plädierte für eine Öffnung der Kirche in dieser Frage, wenn damit verbunden auch Gespräche über gegenseitige Verletzungen und Versöhnung verbunden sind. Gerade in einer Gesellschaft, die immer mehr auseinanderdriftet und kaum noch eine konsensfähige Mitte hat, sollten Christen das Abendmahl als diese Mitte für alle offenhalten.
Oft beschäftigt die Christen aber auch etwas ganz anderes, zum Beispiel dass ihre Partnergemeinden in Simbabwe zur Zeit unter einer Choleraepidemie leiden und dazu auch noch der wichtigste Brunnen ausgefallen ist.
Spontan hatten viele Dörfer und Städte unserer Region in den Erntedankgottesdiensten Geld gesammelt, und der Brunnen konnte für 6000 € saniert werden.
Auf der Tagung beschlossen die Synodalen im kommenden Jahr unter anderem für Projekte in Simbabwe und Rumänien, aber auch für sozial benachteiligte Familien im Kirchenkreis und die Familienberatungsstelle in Zehdenick zu sammeln.
Beate Wolf, Menz, 10.11.2018

Den "etwas anderen Bericht" finden sie hier:

https://www.kirchenkreis-oberes-havelland.de/start/kirchenkreis/witziges/cid/2083/
erstellt von Mathias Wolf am 11.11.2018, zuletzt bearbeitet am 13.11.2018
veröffentlicht unter: Kreissynode

Diese Information ist auch in der Newsliste des Kirchenkreises zu sehen.