Start Kirchenkreis & Arbeitsbereiche Was sagt die Kirche dazu? Artikel: Regeln für Gottesdienste ab dem 4. Mai 2020 und für den weiteren kirchlichen Bereich

Regeln für Gottesdienste ab dem 4. Mai 2020 und für den weiteren kirchlichen Bereich

In Brandenburg gilt aufgrund der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 folgendes:

1. Gottesdienste
Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Nicht als Ansammlung in diesem Sinne gelten bis einschließlich 3. Mai 2020 gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 4 religiöse Zeremonien aus wichtigem Grund, insbesondere Taufen und Bestattungen, sowie Trauerfeiern im privaten und familiären Bereich, von bis zu 20 Personen. Ab 4. Mai 2020 gilt die Zahl von 50 Personen für die Teilnahme an Gottesdiensten oder religiösen Veranstaltungen in Kirchen oder Andachtsgebäuden. Wir gehen davon aus, dass bei „Personen“ alle Anwesenden erfasst sind – also die Gottes-dienstteilnehmenden, Verkündigungsdienst (inklusive Kirchenmusik), Kirchdienst. Für alle Anwesenden gelten die Hygienebestimmungender Rechtsverordnung, die besa-gen, dass der Mindestabstand einzuhalten ist. Eine Nase-Mund-Bedeckung wird empfohlen. Anders als in Berlin gibt es keine Pflicht, die Anwesenden in einer Liste zu erfassen. Auf Bläserbeteiligung in den Gottesdiensten sollte vorerst verzichtet werden.

2. Gemeindeveranstaltungen
Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Dazu zählen auch Gemeindeveranstaltungen wie beispielsweise Gemeindegruppen und Kreise. Für Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Teilnehmenden bis 3. Mai und ab dem 4. Mai mit bis zu 50 Teilnehmenden, kann die zuständige Versammlungsbehörde gemäß § 1 Abs. 2 im besonders begründeten Einzelfall auf Antrag Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist; das zuständige Gesundheitsamt ist an dieser Entscheidung zu beteiligen. Auch die Chor-und Bläserchorarbeit (Unterricht, Treffen) muss in den kommenden 14 Tagen weiterhin ohne analoges Zusammenkommen stattfinden.

3. Kasualien, Konfirmationen
Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Nicht als Ansammlung in diesem Sinne gelten gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 4 bis 3. Mai 2020 religiöse Zeremonien aus wichtigem Grund, insbesondere Taufen und Bestattungen, sowie Trauerfeiern im privaten und familiären Bereich, von bis zu 20 Personen. Auch wenn ab 4. Mai wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmenden gefeiert werden dürfen, bleibt es bei den sich Trauerfeiern anschließenden Zusammenkünften im privaten und familiären Bereich bei 20 Personen. Konfirmationen können, sofern eine Verschiebung nicht möglich ist und die Durchführung aus seelsorglichen Gründen geboten ist, unter den o.g. Bedingung erfolgen.

4.Christenlehre, Konfirmandenarbeit, religiöse Bildung in Schulen
Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Ebenso sieht § 6 Abs. 1 der Verordnung vor, dass Zusammenkünfte in Vereinen sowie in Sport-und Freizeiteinrichtungen, die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich verboten sind (dies gilt nicht für Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen).Insofern ist davon auszugehen, dass das physische Zusammenkommen in Christenlehre und Konfirmandenunterricht derzeit nicht möglich ist. Es können jedoch Online-Angebote mittels Video-oder Telefonkonferenz unterbreitet werden.

5. Organe und Gremien der kirchlichen Körperschaften
Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Es wird empfohlen, Sitzungen von Organen und Gremien der kirchlichen Körperschaften, wenn überhaupt, via Video-/ Telefonkonferenz stattfinden zu lassen (vgl. dazu die Handlungsempfehlungen für die Beschlussfassung kirchlicher Gremien in den Zeiten einer Pandemie vom 8.4.2020, abrufbar unter https://www.ekbo.de/service/corona.html.

6.Seelsorge in Alten-Pflegeheimen und Krankenhäusern
Gemäß § 9Abs. 1 dürfen Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen grundsätzlich keinen Besuch empfangen. In Abs. 2 wird jedoch folgende Ausnahme zugelassen: Schwerstkranke dürfen, insbesondere zur Sterbebegleitung, Besuch von Seelsorgern sowie nach ärztlicher Genehmigung von ihnen nahe stehenden Personen empfangen. In der Praxis kommt es hier sehr auf die Handhabung in den einzelnen Häusern an. Diese Verbote
gelten nicht für Hospize.
Plakat Regel offene Kirchen und stilles Gebet
hochgeladen am: 30.04.2020
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Plakat zum Infektionsschutz: Gottesdienste leicht verständlich
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Plakat 8 Regeln zum Infektionsschutzgesetz in den Kirchen
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Rechtsverordnung für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen
Information zu den veränderten Rechtsverordnungen für Gottesdienste Gemeindeveranstaltungen Seelsorge v. 29.April 2020 mit Markierungen der Änderungen
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erstellt von Stefan Determann am 30.04.2020, zuletzt bearbeitet am 28.05.2020
veröffentlicht unter: Was sagt die Kirche dazu?